Driving home for Easter?

Nein, eben nicht. Wham! hat seinen zweiten Ewigkeitstreffer nie gelandet. Weihnachten ja, Ostern nein – obwohl da doch auch viele Leute heimfahren, um mit der Familie zu feiern. Gibt es – außer in der Kirche – etwa keine Osterlieder? Diese Frage war für uns Kolleginnen und Kollegen aus der Mantelredaktion Grund genug, jeweils einen Song zu suchen. Hier unsere Ausbeute:

»Hallelujah«: Eine Ausnahme-Hymne des kanadischen Komponisten und Sängers Leonard Cohen. Welthit und Variation des Jubelrufs der Christen seit der ersten Osternacht nach der Verkündigung von Jesu Tod und Auferstehung. Moderne Adaption eines Herzstücks christlichen Gotteslobes mit Wurzeln in der jüdischen Tradition. pi

»Easter Song«: Einer der wirklich rar gesäten »wahren Oster-Songs« stammt von Keith Green. Der US-amerikanische Sänger, Songwriter und Gospelmusiker, bekannt für seinen christlichen Glauben, erzählt Jesus von seiner möglichen Auferstehung. Er solle den Glocken lauschen. Am Ende wird gejubelt und es heißt auch in diesem Song »Hallelujah«. dar

»Der Eiermann« : Der Hit vom Schlagerduo Klaus & Klaus ist genau genommen kein Osterlied, aber mal ehrlich: Wann werden mehr Eier gekauft als zu Ostern? Schon vor rund 30 Jahren priesen die vermeintlichen Eiermänner die Güteklasse A vom glücklichen Federvieh und nicht aus der Legebatterie. Das Lied vom Album »Ach du dickes Ei« schallt heute noch durch die Straßen Gießens, nämlich wenn der örtliche Eier-lieferant mit seinem Lautsprecherwagen vorfährt. edg

»Hymn«: »Jesus came down from Heaven to Earth«, heißt es in dem bekannten Song auf dem legendären Album »Gone to Earth« der britischen Prog-Rock-Band Barcley James Harvest. Das so sanft beginnende und so extatisch endende Stück, das eigentlich die Gefahren des Drogenkonsums thematisiert, wird von vielen eher als Weihnachtslied wahrgenommen. Für mich verkörpert es den Frühling. Und was ist das festliche Sinnbild für Frühling? Genau: Ostern. rüg

»Walking on sunshine«: Ich mache es mir diesmal leicht und assoziiere einmal: Ostern=Frühling=Sonnenschein. Und schon wären wir bei Katrina and the Waves und deren Überhit »Walking on sunshine«. Zwar überhaupt nicht meine Musikrichtung, macht aber Laune ohne Ende. Und dabei geht es doch schließlich auch an den Feiertagen. Von daher: Unverzichtbar. Ach übrigens, Kollegin (pi): Einigen (unbestätigten) Quellen zufolge soll George Michael für »Last Christmas« lediglich den Text eines bereits von ihm komponierten Stücks mit dem Titel »Last Easter« umgeschrieben haben... Ich sag’s ja nur. gäd

»Die Glocken von Rom«: Wenn Ihnen der Name Heike Schäfer nichts sagt, macht nix. Ihren Schlager »Die Glocken von Rom« aus dem Jahr 1985 kennen Sie aber ganz bestimmt. Was der mit Ostern zu tun hat, liegt auf der Hand: In vielen katholischen Gemeinden läuten am Gründonnerstag zur Abendmahlmesse alle verfügbaren Glocken der Kirche. Danach verstummen sie – aus Trauer um den Kreuzestod Jesu bis zur Osternachtsfeier, wenn die Auferstehung Christi gefeiert wird. Der Volksmund sagt: »Die Glocken fliegen nach Rom.« Mehr Ostern geht doch gar nicht, oder? su

Mein Osterlied heißt »Wir wollen alle fröhlich sein« . Es erinnert mich an die kleine Dorfkirche in Sellnrod und den Ostermorgen-Gottesdienst. Es erinnert mich an das Feuer auf dem Vorplatz. Es erinnert mich an das Licht der vielen Kerzen, an die Stille, die wunderbare Predigt von Pfarrer Gerhard Kurmis, an Musik und Gemeinschaft. Am Ende sang die Gemeinde »Wir wollen alle fröhlich sein«. Und wir waren es auch. Werde ich nie vergessen. Auch in hundert Jahren nicht. Halleluja! bb

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