29. September 2017, 15:30 Uhr

Hurts mit neuem Album

Pop noir aus dem Schlafzimmer

29. September 2017, 15:30 Uhr
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Von DPA
Hurts legten ein erstmals allein produziertes Album vor. (Foto: dpa)

Mächtiger Pop, persönlicher als die Vorgänger, aber mit Echos von allen dreien: So kündigte Hurts-Sänger Theo Hutchcraft im Mai im britischen New Musical Express das neue Album »Desire« an. Die Platte hat er mit seinem Kompagnon Adam Anderson (Keyboard und Gitarre) in einem kleinen Londoner Schlafzimmer aufgenommen hat. Die selbst bekundeten Themenschwerpunkte sind Leidenschaft, Lust und Schmerz – der Band-Name als Programm.

Blutig beginnt auch das Video zur ersten Single »Beautiful Ones«, in dem Hutchcraft eine Dragqueen spielt, die nach einer Clubnacht zusammengeschlagen wird. Das bombastische »Loblied auf die Individualität« mit typisch hymnenhaftem Refrain fordert dazu auf, Ängste zu überwinden und in einer zunehmend konservativen Zeit zusammenzuhalten. Mit einem ähnlichen Mantra (»Don’t let go/Never give up, it’s such a wonderful life«) katapultierte sich das britische Synth-Pop-Duo 2010 europaweit in die Charts. Ihrer düsteren Ästhetik und der Vorliebe für Drama und Pathos sind die an Depeche Mode und die Pet Shop Boys erinnernden Musiker treu geblieben. Sie sehen sich als männliches Pendant zu Lana del Rey. Auf »Desire« wechseln sich Balladen mit funky-verspielten 80s-Disco-Nummern ab – Falsettgesang, Chor, stampfende Beats und ohrwurmtaugliche Melodien inklusive. Für Hurts ist das »mit die beste Musik, die wir je gemacht haben«. Understatement war noch nie ihr Ding. dpa



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