20. Dezember 2019, 15:35 Uhr

Gefahr im Glas

K.-o.-Tropfen betäuben - sie sollen das Opfer willenlos machen. Oft mischen Täter die Substanz gezielt in Getränke. Eltern sollten mit ihren Kindern darüber reden, wie sie sich davor schützen können.
20. Dezember 2019, 15:35 Uhr
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Von DPA

Du hast plötzlich geschwitzt. Dir war übel. Du hast gezittert und warst nicht mehr ansprechbar.« So beschreiben meist Freunde hinterher einen Zustand, an den man sich selbst nicht erinnern kann. Man weiß nur noch, dass man vielleicht mit Kumpels in einer Bar war und einen Drink bestellt hat. Der Rest: ein einziger Filmriss.

»Man sollte aufmerksam werden, wenn sich das Verhalten einer Person plötzlich ändert und zum Beispiel ihre Stimmung nicht allmählich, sondern plötzlich umschwenkt«, sagt Petra Zahn, Direktorin der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Fulda. Sie räumt aber ein, dass in solchen Fällen auch immer andere Ursachen vorliegen können: »Auch Alkohol wirkt als psychotrope Substanz, hat Einfluss auf das zentrale Nervensystem und kann im Vergiftungsfall die gleichen Symptome hervorrufen.«

Woran merkt man also, ob eine Person einfach nur betrunken ist oder ob ihr jemand etwas ins Glas gemischt hat? »Auffällig ist, dass der Rausch bei K.-o.-Tropfen schneller und stärker eintritt«, sagt Arwen Jäkel, die beim Projekt »mindzone« des Landescaritasverbandes Bayern arbeitet. »K.-o.-Tropfen wirken bereits innerhalb weniger Minuten«, erklärt die Sozialpädagogin.

Wichtig sei, sich selbst und auch Personen aus seinem Umfeld dazu zu animieren, auf das eigene Getränk aufzupassen, damit es erst gar nicht zu einer solchen Situation kommt.

Armband zeigt GHB an

Der Tipp »Pass gut auf dein Getränk auf« war der 25-jährigen Kim Eisenmann aus Waldbronn in Baden-Württemberg nach einem Vorfall mit K.-o.-Tropfen in ihrem Bekanntenkreis jedoch nicht mehr genug. Das Armband, das sie deswegen gemeinsam mit ihrem Team entwickelte, gibt es heute sogar in Drogeriemärkten zu kaufen. Man tupft etwas von seinem Getränk auf das Armband und bekommt dann angezeigt, ob es »sauber« ist oder die betäubende Substanz GHB enthält, eine der am geläufigsten bei K.-o.-Tropfen.

Auch wenn es Kritiker gibt, die sagen, dass nicht nur diese Substanz für Verbrechen genutzt werde, wirken die Armbänder präventiv, indem sie potenzielle Täter abschrecken können, erklärt Jäkel. Dass das Thema vielen Eltern Angst macht, kann sie gut verstehen. Dennoch sollte es auf den Tisch kommen: »Durch eine Tabuisierung oder ein striktes Verbot wird meist nur erreicht, dass sich Kinder bei Problemen oder im Notfall nicht melden«, erklärt die 30-Jährige.

Auch Carola Klein vom Beratungszentrum Lara, einer Berliner Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen, rät, das Thema K.-o.-Tropfen anzuschneiden. »Haben die Jugendlichen schon mal von einem K.-o.-Drogendelikt gehört? Was wissen oder denken sie selbst darüber? Könnte ihnen das auch passieren?« - all das sind Fragen, die Klein mit den Jugendlichen klären würde.

Bei einem Ernstfall rät Jäkel Eltern, ruhig und ohne Vorwürfe zu reagieren. Dem stimmt auch Klein zu: »Der Fokus liegt aus unserer Sicht darauf, dass die alleinige Verantwortung beim Täter liegt. Die Opfer sind nicht dafür verantwortlich zu machen.«

Stattdessen sollte schnell entweder das Blut oder der Urin des Opfers getestet werden. Denn je nach Substanz ist die Nachweisbarkeitsdauer von K.-o.-Tropfen unterschiedlich lang bis kurz, erklärt Prof. Burkhard Madea vom Institut für Rechtsmedizin an der Uniklinik Bonn. Meist handelt es sich dabei um wenige Stunden. FOTO: DPA

,, Der Fokus liegt aus unserer Sicht darauf, dass die alleinige Verantwortung beim Täter liegt. Die Opfer sind nicht dafür verantwortlich zu machen.

Bei Konzertkarten müssen Käufer sich vor gefälschten Tickets im Internet in Acht nehmen. Um sicherzugehen, kaufen Kunden am besten direkt beim Veranstalter oder bei offiziellen Verkaufsstellen, rät die Verbraucherzentrale Brandenburg. Immer wieder beschweren sich Verbraucher den Angaben zufolge über Online-Ticketbörsen, weil zum Beispiel die Karten nicht ankommen oder Fake-Tickets verkauft wurden.

Das Risiko dafür trägt in dem Fall der Käufer. Ist ein Konzert schon ausverkauft, kann man etwa über Privatpersonen in transparenten Portalen noch an Karten kommen. Diese holt man am besten direkt beim Verkäufer ab. Vorsicht allerdings, wenn es sich um sogenannte Print-at-home-Tickets handelt. Diese können nämlich beliebig oft ausgedruckt werden. DPA

Elefanten in Birmingham, ein Vogelschwarm in Bristol und ein Hündchen in Leeds: Der Brite Anthony Hoyte zeichnet gerne Bilder auf Landkarten. Er nimmt dazu aber keinen Stift in die Hand, sondern setzt sich auf sein Fahrrad. Mithilfe von Strava, einer Mischung aus sozialem Netzwerk und Fitness-App, wird seine Route auf einer digitalen Landkarte nachgezeichnet, die er anschließend im Internet postet. Heraus kommen dabei Bilder, die Hoyte als »Strava-Art« (Strava-Kunst) bezeichnet.

»Ich glaube, meine Familie und Freunde denken, dass ich ein bisschen verrückt bin«, sagte Hoyle der BBC. Aber er genieße die Tatsache, dass er Leute mit seinen Bildern unterhalten könne. Seine Bilder werden vom Straßenverlauf beeinflusst, daher verbringt er nach eigenen Angaben viel Zeit auf Google Earth. Für die Adventszeit sucht er sich gerne weihnachtliche Motive: In diesem Jahr radelte er neun Stunden lang rund 127 Kilometer in und um die britische Hauptstadt. Das Ergebnis ist ein Rentier mit riesigem Geweih. DPA

Die Strickmode für diesen Winter sucht das Weite - und zwar im wörtlichen Sinn. Große Maschen und eine übergroße Weite zeichnen die Pullover, Cardigans und Kleider aus. »Das Besondere daran: Die Oversized-Strickmode kommt häufig ohne Bündchen aus, sodass ein Pulli oder eine Jacke besonders lässig wirkt«, erklärt die Stilberaterin Inka Müller-Winkelmann aus Schildow.

Zu diesem Kontext gehört auch die Betonung der Arme und Schultern über weite Puffärmel etwa an Pullovern. Sie sind ideal für alle Frauen, die von Natur aus eher schmale Schultern haben.

Im Grunde ein Unterthema des Oversized-Looks ist das sogenannte Layering - der Zwiebel- oder Lagen-Look, bei dem mehrere Teile übereinander getragen werden. »Hier kommen vor allem sogenannte Sleeveless-Teile zum Einsatz - also ärmellose Westen oder Pullunder, die über einem Shirt oder einer Bluse getragen werden«, erklärt Müller-Winkelmann. Auch das sorgt optisch für mehr Weite.

Neben Strick in Übergröße ist laut Shopping-Beraterin Anette Helbig aus Hannover aber auch das komplette Gegenteil angesagt: Cropped Cardigans. »Cropped« bedeutet übersetzt »abgeschnitten« und wird im Modekontext für bewusst kurze Teile benutzt, in diesem Fall Strickjacken. »Diese Cardigans passen perfekt zu Jeans, weil sie die Taille in den Mittelpunkt rücken«, erläutert Helbig.

Auch wenn sie nicht lang sind, die Cropped Cardigans sind in den meisten Fällen weit - was etwa zur engen Jeans einen schönen Kontrast ergibt. Ein Tipp: Wer nicht die richtige Länge für sich findet, kann einen Cardigan oder Pullover auch in den Hosenbund stecken, um den Effekt zu erzielen.

Den Löwenanteil an der Strickmode machen naturgemäß Pullis und Jacken aus. »Aber in diesem Winter kommen auch Strickröcke wieder in Mode«, berichtet Helbig. Sie seien oftmals wadenlang und schmal geschnitten. »Diese Silhouette lässt sich immer wieder neu stylen und sieht mit derben Biker-Boots und einem Grobstrickpulli ganz anders aus als mit schmalen Stiefeletten und einer Seidenbluse plus Blazer.«

Die neue gestrickte Weite ist schwierig zu stylen - zumindest, wenn man nicht groß und modelgleich-schlank ist. »So sollte man vor allem bei voluminösen Strickteilen aufpassen: Sie helfen zwar dabei, Pölsterchen zu kaschieren, können aber auch auftragen«, sagt die Shopping-Beraterin Lydia Maier aus Starnberg. »Eher kräftige Frauen sollten daher zu dünnen Strickstoffen greifen.«

Ihr Tipp konkret für eher kräftige Figuren mit breiteren Hüften und einem großen Busen: »Pullover in A-Linie oder im Empire-Stil, dunkle Farben und unifarbenen Strick«, erklärt Maier. »Vor allem bei großem Busen ist ein weiter Rollkragen ideal.«

Ideal für kleine Frauen seien Pullover und Jacken aus Feinstrick, längsverlaufende feine Zopfmuster und V-Ausschnitte. Und die kürzeren Silhouetten wie sie die Cropped-Cardigans ermöglichen stehen ihnen gut.

Zopfmuster kommen

Und die Farben für die Saison? Zwar gibt es wie inzwischen gängig eigentlich die ganze Bandbreite im Handel - wie die klassischen Töne Dunkelblau, Grau oder Beige. »Darüber hinaus liegen jetzt aber auch auffallende Farben im Trend. Dazu gehört Gelb in vielen Varianten, wie beispielsweise Senf«, erklärt Helbig. »Auch Beerentöne in Rot- und Violett-Nuancen findet man jetzt häufig, ebenso Grün oder Petrol.«

Bei den Strickmustern scheinen vor allem die klassischen Zopfstrukturen in Mode zu kommen. Darüber hinaus »gibt es bei Pullis und Strickjacken jetzt viel Karo zu sehen«, hat Helbig beobachtet. Beim Strick kommen nun aber erst Pepita und Hahnentritt verstärkt zum Einsatz. DPA



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