04. September 2017, 20:33 Uhr

Unter Verdacht

04. September 2017, 20:33 Uhr

Bonn/Salzgitter (dpa). Die deutsche Stahlbranche steht erneut unter dem Verdacht von Preisabsprachen. Das Bundeskartellamt hat deshalb Ende August an drei Tagen insgesamt sieben Stahlunternehmen sowie drei Privatwohnungen durchsuchen lassen, bestätigte ein Kartellamtssprecher gestern. Es gehe um mögliche Preisabsprachen im Bereich Flachstahl.

Das Bundeskartellamt nennt bis zum Abschluss der Verfahren selbst keine Namen. Der Stahlkonzern Salzgitter bestätigte gestern aber für sein Unternehmen die Durchsuchungen. Man habe alle gewünschten Unterlagen zur Verfügung gestellt. Ermittelt wird nach unbestätigten Angaben auch gegen Deutschlands größten Stahlkonzern Thyssenkrupp. Ein Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. »Wir nehmen die Vorgänge sehr ernst und unterstützen die Ermittlungen der Behörde, können aufgrund der laufenden Verfahren derzeit jedoch keine weiteren Angaben machen«, hieß es.

Deutsche Stahlunternehmen stehen seit Jahren unter massivem Wettbewerbsdruck durch Überkapazitäten vor allem aus China.

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