13. September 2017, 22:08 Uhr

Trend zum SUV ungebrochen

13. September 2017, 22:08 Uhr
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Von DPA

Frankfurt/Main (dpa/tmn). Die Autowelt ist im Umbruch. Doch es gibt einen Fels in der Brandung von Dieselskandal und drohenden Fahrverboten: Autos der Gattung SUV. Besonders augenfällig ist dies auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (Publikumstage: 16. bis 24. September), wo sich praktisch kein Hersteller dem anhaltenden Trend der robusten Fahrzeuge verschließt und Neuheiten in allen Klassen nachgereicht werden.

Allein in Deutschland hatten SUV in den ersten sieben Monaten des Jahres 23 Prozent Marktanteil, sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen. Wer ohne SUV Autos baut, ist nicht im Autogeschäft.«

Kaum verwunderlich also, dass neue Vehikel mit Geländeoptik in vielen Formen und Größen, für dicke, aber auch dünnere Geldbeutel auf der Messe stehen. Bei VW etwa sonnt sich der recht kleine T-Roc im Scheinwerferlicht als Teil einer SUV-Offensive, die 2018 mit dem noch kleineren T-Cross fortgesetzt wird. Wie die SUV-Zukunft aussieht - auch darauf will VW eine Antwort geben und zeigt die elektrische Studie I.D. Crozz, die 2020 mit 225 kW/306 PS auf den Markt kommen und bis zu 500 Kilometer Reichweite ermöglichen soll.

Bei Mercedes schaut man mit dem Vorserienmodell des Wasserstoff-Plug-in-Hybriden GLC F-Cell nach vorn, der für 2018 angekündigt wird.

Am Messestand von Opel präsentiert der neue Chef Michael Lohscheller persönlich den neu entwickelten Grandland X. Der 4,48 Meter lange Grandland X bietet Platz für fünf, auch eine Heerschar an elektronischen Helfern beherbergt er – etwa automatische Gefahrenbremsung, Müdigkeitswarner sowie der Concierge-Dienst Onstar. Ein äußerlich kleineres Format bedient Ford mit dem neuen Ecosport, der Ende des Jahres auf den Markt kommt. Überarbeitet wurde die Motorpalette, aufgewertet das Interieur. Erstmals in der Baureihe können Kunden Vierradantrieb wählen.

Einen Kleinen zeigt mit dem 4,17 Meter langen Kona auch Hyundai. Der Fünftürer bietet bei einem Radstand von 2,60 Meter Platz für fünf Personen und 361 Liter Kofferraum. Bei Porsche geht es gewohnt dynamisch zu. Der Cayenne orientiere sich stark am 911, heißt es, nachdem die Tücher von der dritte Auflage gefallen sind. Sie speckt dank Leichtbau bis zu 65 Kilo ab und wiegt bestenfalls 1985 Kilo.

Die IAA illustriert zwar eine opulente SUV-Vielfalt, und auch die ehemals reinen Sportwagenhersteller sind längst auf den Zug aufgesprungen. Doch Dudenhöffer hat noch einen Kommentar auf der Zunge: »Ferrari fehlt halt noch. Aber auch das wird vermutlich nicht ewig gelten.«



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