07. April 2017, 21:50 Uhr

Patientenzahlen steigen

07. April 2017, 21:50 Uhr

Gießen/Bad Neustadt (rüg/dpa). Steigende Patientenzahlen hat das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) im vergangenen Jahr verzeichnet. Insgesamt wurden dort 2016 rund 499 000 Menschen stationär, teilstationär und ambulant behandelt. Im Jahr zuvor waren es 486 000. Das UKGM gehört zum Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum, der gestern seine Zahlen für 2016 vorstellte.

In Gießen wurden im Berichtsjahr knapp 50 000 Patienten stationär und teilstationär sowie 219 300 ambulant behandelt. In Marburg knapp 47 000 und 183 000 Patienten. In Summe verfügt das Uni-Klinikum über rund 7650 Stellen, die von 9947 Mitarbeitern besetzt sind (ein Drittel davon in Teilzeit). 2015 erreichte das UKGM ein Plus von 5,7 Millionen Euro. Die Zahl für das vergangene Jahr wurde noch nicht separat ausgewiesen.

Der Anstieg der Patientenzahlen in Gießen und Marburg liegt im Trend des Unternehmens. Insgesamt wurden 2016 innerhalb des Rhön-Klinikums knapp 814 000 Menschen behandelt; 2015 waren es 765 109. Der Konzern mit Sitz im fränkischen Bad Neustadt an der Saale machte 58,6 Millionen Euro Gewinn (2015: 87,4 Mio. Euro). Der Umsatz der Franken stieg 2016 von 1,11 Milliarden auf 1,18 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet man allerdings mit einem weiteren Gewinnrückgang, da bestimmte Leistungen weiterhin weniger Geld von den Krankenkassen einbrächten. Eine konkrete Prognose für 2017 will der Vorstand bis zum Sommer vorlegen.

Der neue Vorstandschef Stephan Holzinger kündigte im Brief an die Aktionäre »deutlich verschärfte Anstrengungen« an, um das Unternehmen zukunftsfest aufzustellen. In der Vergangenheit habe es trotz guter Voraussetzungen nach dem Verkauf mehrerer Kliniken an Fresenius unternehmerische Versäumnisse gegeben. Künftig will das Rhön-Klinikum verstärkt auch auf Digitalisierung und die medizinische Versorgung im ländlichen Raum setzen. Man werde sich auf die »Finalisierung des Campus-Projekts in Bad Neustadt als Prototypen für eine höchst moderne, neu gedachte medizinische Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum« konzentrieren. Durch die demografische Entwicklung werden sich ländlich geprägte Regionen künftig eine leistungsfähige und wohnortnahe Gesundheitsversorgung nicht mehr leisten können: Das ist unsere Wachstumschance«, meint Holzinger

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