Wirtschaft

Millionenbußen gegen Autohersteller

Bonn/München (dpa). Das Bundeskartellamt hat wegen Preisabsprachen bei Stahl rund 100 Millionen Euro an Bußgeldern gegen Volkswagen, Daimler und BMW verhängt. Die Unternehmen hätten sich von 2004 an beim Einkauf von Langstahl abgesprochen, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag mit.
21. November 2019, 22:09 Uhr
DPA

Bonn/München (dpa). Das Bundeskartellamt hat wegen Preisabsprachen bei Stahl rund 100 Millionen Euro an Bußgeldern gegen Volkswagen, Daimler und BMW verhängt. Die Unternehmen hätten sich von 2004 an beim Einkauf von Langstahl abgesprochen, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag mit.

Sie haben nach Angaben der Bonner Wettbewerbshüter den Sachverhalt anerkannt und einer einvernehmlichen Beendigung des Verfahrens zugestimmt. Den beteiligten Stahlproduzenten, von denen die illegale Praxis ausging, hatte das Kartellamt bereits im vergangenen Jahr 205 Millionen Euro Strafzahlungen auferlegt.

VW zahlt nun mit 48,7 Millionen Euro den größten Anteil. In München bezifferte BMW seinen Anteil auf 28 Millionen, gegen Mitarbeiter seien keine Bußgelder verhängt worden. Daimler nannte in Stuttgart eine Summe von 23,5 Millionen Euro.

Auslöser der Absprachen waren in den Jahren 2003 und 2004 Drohungen der Stahlhersteller. Diese hätten »einseitig und zum Teil unter Androhung von Lieferstopps« die Preisberechnung verändert, hieß es in der Mitteilung der Behörde.

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