17. Oktober 2017, 21:08 Uhr

Maschinenbauer fordern mehr Freihandel

17. Oktober 2017, 21:08 Uhr
Die Maschinenbauer finden, Handelsbarrieren schaden dem Wohlstand. (Foto: dpa)

Berlin (dpa). Deutschlands Maschinenbauer fordern von der künftigen Bundesregierung ein starkes Engagement für den Freihandel. In der neuen Legislaturperiode gehe es darum, noch stärker für offene Märkte zu kämpfen, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Carl Martin Welcker, gestern auf dem Maschinenbau-Gipfel in Berlin. »Der Maschinenbau und die gesamte deutsche Industrie leben von ihrer Weltoffenheit – jede Kehrtwende hier würde unserer Gesellschaft und unserem Wohlstand schaden.«

Sorgen bereiten der exportorientierten Branche unter anderem der Brexit, protektionistische Tendenzen in den USA unter Präsident Donald Trump und verschärfte Russland-Sanktionen. »Es ist schon bemerkenswert, dass unsere Industrie all diesen Wirren trotzt und sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr ein reales Produktionsplus von drei Prozent erreichen will«, sagte Welcker. Die Branche profitiert derzeit von steigender Nachfrage dank der anziehenden Weltkonjunktur.

Welcker forderte mehr Investitionen insbesondere in die digitale Infrastruktur, stärkere Anreize für Forschung und Entwicklung sowie eine größere Flexibilität am Arbeitsmarkt. Zugleich warnte der VDMA-Chef, einzelne Technologien zu bevorzugen.

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