20. Dezember 2019, 22:17 Uhr

Lukratives Geschäft

20. Dezember 2019, 22:17 Uhr
Der stationäre Einzelhandel macht bis zu einem Fünftel seines Jahresumsatzes in der Vorweihnachtszeit. FOTO: DPA

Berlin (dpa). Besinnung, Ruhe und entspannte Feiertage? Pustekuchen! Für viele Beschäftigte bedeutet die Weihnachtszeit vor allem Stress. Ein Überblick über Branchen, in denen es vor und über Weihnachten brummt.

Einzelhandel: Durchschnittlich 281 Euro will jeder Verbraucher in Deutschland für Weihnachtsgeschenke ausgeben, fand die Beratungsgesellschaft EY heraus. Das trägt dazu bei, dass der stationäre Handel fast ein Fünftel seines Jahresumsatzes im Weihnachtsgeschäft, also im November und Dezember, macht. Beim Online-Handel ist es nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) sogar mehr als ein Viertel.

Logistik : Rund 25 000 zusätzliche Zusteller werden für die Weihnachtszeit bei den Unternehmen der Kurier-, Express- und Paketbranche eingesetzt, schreibt der Branchenverband BIEK. Denn im Weihnachtsgeschäft steigt das Sendungsvolumen von Unternehmen zu Kunden um 18 Prozent, das entspricht 55 Millionen zusätzlichen Sendungen.

Konzerte: Tickets zu Konzerten oder für die Oper werden gerne geschenkt. Dementsprechend brummt etwa beim Ticketverkäufer Eventim im Logistikzentrum der Betrieb. »Die Kollegen arbeiten rund um die Uhr«, sagt ein Sprecher. Der Weihnachtsverkauf beginne Ende Oktober und dauere bis zwei, drei Tage vor Weihnachten. Genaue Zahlen will Eventim nicht nennen, allerdings verkaufte die Firma 2018 gut 20 Millionen Tickets im vierten Quartal - bei rund 54 Millionen verkauften Einheiten im gesamten Jahr. Dafür ist dem Sprecher zufolge das Weihnachtsgeschäft mitverantwortlich.

Stromverbrauch: »Gänsebratenspitze« nennen die Stromverbraucher den hochschießenden Verbrauch in Privathaushalten am ersten Weihnachtsfeiertag. Der private Stromverbrauch steigt mit Festtagsbeleuchtung und opulenten Familienessen um bis zu zehn Prozent, heißt es beim Stromversorger EON. In Summe ist der Bedarf an elektrischer Energie aber geringer, weil Betriebe und Industrie oft still stehen.

Öffentlicher Fernverkehr: »Alles was rollen kann, wird rollen«, heißt es von der Deutschen Bahn. Das Unternehmen will über die Festtage 45 zusätzliche Verstärkerzüge einsetzen. Den stärksten Reisetag verzeichnete der Konzern am gestrigen Freitag. Der Rückreiseverkehr verteile sich bis zum 6. Januar gleichmäßig. Flixbus rechnet mit einem Anstieg der Nachfrage von rund 30 Prozent im Vergleich zu Standardzeiten. Beim Bahnkonkurrenten Flixtrain fahren demnach 50 Prozent mehr Fahrgäste.

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