15. September 2017, 22:00 Uhr

Kurzmeldungen

15. September 2017, 22:00 Uhr

Flughafen BER – Auch gut eine Woche vor dem Volksentscheid über die Offenhaltung des Berliner Flughafens Tegel bleibt der Termin für die Eröffnung des Großflughafens BER im Ungewissen. »Da muss ich Sie noch ein bisschen um Geduld bitten«, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitagabend nach einer Aufsichtsratssitzung. Der »Berliner Tagesspiegel« hatte berichtet, dass der Großflughafen spätestens Ende September 2019 eröffnet werden soll. Grundsätzlich billigte der Aufsichtsrat die Überlegungen für einen weiteren Ausbau des Großflughafens, der bereits beim Start an seine Kapazitätsgrenzen stoßen dürfte.

Bad Bank FMS läuft gut – Die nach der weltweiten Finanzkrise vom Bund gegründete Bad Bank FMS Wertmanagement macht derzeit gute Geschäfte. Im ersten Halbjahr verbuchte die FMS 267 Millionen Euro Nettogewinn, wie das Unternehmen gestern in München mitteilte. Die Gewinne stammen hauptsächlich aus Verkauf und sonstiger Verwertung ehedem Not leidender Kredite und Wertpapiere der 2008 kollabierten Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE).

Gegen Begrenzung – Das Bundeskartellamt sieht derzeit keine Notwendigkeit, Fremdabhebegebühren an Geldautomaten staatlich zu begrenzen. Derzeit verlangen die Banken laut einer Untersuchung der Wettbewerbsbehörde meist zwischen drei bis fünf Euro für Auszahlungen an Fremdkunden – im Einzelfall aber teils deutlich mehr. Die meisten Verbraucher könnten diese Gebühren vermeiden, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt gestern. Sie könnten einen Automaten ihrer Bank oder ihres Geldautomatenverbundes nutzen, sich bei Tankstellen oder im Handel mit Bargeld versorgen.

Alno-Produktion steht still – Beim insolventen Küchenhersteller Alno steht die Produktion vorerst wieder still – es fehlt das Geld, um das laufende Geschäft zu finanzieren. Gespräche mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten hätten keine Lösung für das Unternehmen aus Pfullendorf gebracht, teilte Insolvenzverwalter Martin Hörmann gestern mit. Der Fokus liege nun darauf, so schnell wie möglich einen oder mehrere Investoren zu finden, um Alno komplett oder in Teilen zu verkaufen.

ADAC will 400 Stellen streichen – Der ADAC will bis zu 400 Stellen in seiner Münchner Zentrale streichen und schließt dabei Kündigungen nicht aus. Die Belegschaft wurde gestern auf einer Betriebsversammlung informiert. »Die Kosten im Verein steigen schneller als die Einnahmen«, sagte Geschäftsführer Alexander Möller. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge hat der Autoclub vorerst ausgeschlossen. Der Großteil der Beiträge geht an die Regionalclubs und in die ADAC-Versicherungen, der Rest vor allem in die Pannenhilfe. »Wir müssen effizienter und schneller werden«, sagte Möller. Sonst drohe 2020 ein strukturelles Defizit von 170 Millionen Euro. (dpa)

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