31. Januar 2017, 20:57 Uhr

Kurswechsel gefordert

Berlin (dpa). Nach dem Rücktritt von Bahn-Chef Rüdiger Grube ist noch kein heißer Nachfolgekandidat im Rennen. Am Tag nach dem Eklat im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn wurden Forderungen nach einem Kurswechsel des bundeseigenen Konzerns laut. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats wird sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits am Montag, 6. Februar, wieder treffen. Die Grünen-Fraktion im Bundestag beantragte für denselben Tag eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses.
31. Januar 2017, 20:57 Uhr
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Von DPA

Berlin (dpa). Nach dem Rücktritt von Bahn-Chef Rüdiger Grube ist noch kein heißer Nachfolgekandidat im Rennen. Am Tag nach dem Eklat im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn wurden Forderungen nach einem Kurswechsel des bundeseigenen Konzerns laut. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats wird sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits am Montag, 6. Februar, wieder treffen. Die Grünen-Fraktion im Bundestag beantragte für denselben Tag eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses.

Die vor dem Rücktritt gescheiterte Vertragsverlängerung für Grube lege offen, »dass der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG mit der Arbeit der Bahnspitze unzufrieden war und das Vertrauen zwischen der Eigentümerin und dem Bahnmanagement zerstört ist«, schrieb Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann zur Begründung des Antrags. Zu der Sitzung sollte auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eingeladen werden.

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), erwartet keine schnelle Entscheidung über den neuen Vorstandsvorsitzenden. »Die Nachfolgersuche wird nicht einfach«, sagte er der »Passauer Neuen Presse«. »Einen Schnellschuss darf es hier nicht geben. Dafür ist das Amt des Bahnchefs in Deutschland viel zu wichtig. Sicherlich machen sich einige im derzeitigen Vorstand Hoffnungen.«

Grube hatte sein Amt am Montag nach einem Zerwürfnis mit dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Auf Druck der Vertreter der Bundesregierung habe das Gremium ihm lediglich eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre angeboten, nachdem zuvor drei Jahre verabredet worden seien, hieß es aus dem Umfeld des Gremiums. Das habe Grube nicht hinnehmen wollen.

Nach dem Rücktritt sei im Aufsichtsrat überwiegend die Meinung vertreten worden, dass für Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla ein Sprung an die Spitze noch zu früh käme. Es sei aber auch nicht ausgeschlossen worden, dass der ehemalige Kanzleramtschef den Posten letztlich doch übernehmen könnte, verlautete aus diesen Aufsichtsratskreisen.



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