17. Mai 2017, 22:17 Uhr

Geplatzte Fusion kostet Börse 77 Millionen Euro

17. Mai 2017, 22:17 Uhr

Frankfurt/Main (dpa). Der geplatzte Zusammenschluss mit der Londoner Börse war ein teures Vergnügen für die Deutsche Börse. Insgesamt hätten die Kosten bei 76,5 Millionen Euro gelegen, sagte Börsenchef Carsten Kengeter gestern auf der Hauptversammlung in Frankfurt. Die darin enthaltene Rückabwicklung habe mit etwa einer Million Euro zu Buche geschlagen.

Den dicksten Batzen bekamen laut Kengeter die Rechtsanwälte der Kanzlei Linklaters mit 33,4 Millionen Euro. Die Beratungsfirmen Compass Lexecon und McKinsey erhielten 9,5 Millionen bzw. 5,9 Millionen Euro. Mit Joschka Fischer war auch eine prominente politische Figur eingespannt. Er habe über seine Beratungsfirma in den vergangenen zwei Jahren »weniger als 150 000 Euro« Honorar erhalten.

Die Zukunft von Kengeter ist derweil offen. Zwar sprach Aufsichtsratschef Joachim Faber dem unter dem Verdacht des Insiderhandels stehenden Manager das Vertrauen des Kontrollgremiums aus. Die Verlängerung von Kengeters Vertrag, der am 31. März 2018 ausläuft, hängt aber nach wie vor in der Schwebe. Die Aktionäre stellten sich indes größtenteils hinter Kengeter. Er wurde mit 83,92 Prozent der anwesenden Stimmen entlastet.

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