09. Juni 2017, 22:12 Uhr

Export verliert Tempo

09. Juni 2017, 22:12 Uhr

Wiesbaden (dpa). Deutschlands Exportunternehmen bleiben trotz eines Dämpfers auf Rekordkurs. Zwar schwächte sich das Tempo im April binnen Jahresfrist ab, gegenüber dem Vormonat legten die Ausfuhren jedoch zu, wie das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mitteilte. Im März hatten die Exporte den höchsten Monatswert seit 1950 erreicht. Die Schwankungen im Außenhandel setzten sich damit auf einem insgesamt erfreulichen Wachstumspfad fort, erklärte Anton Börner, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA.

Sorgen bereitet der Exportwirtschaft der Wahlausgang in Großbritannien, bei der die konservative Partei von Theresa May die absolute Mehrheit im Parlament verlor. Das Vereinigte Königreich war im vergangenen Jahr der drittgrößte Einzelmarkt für »Made in Germany«.

Im April gingen nach Angaben der Wiesbadener Behörde insgesamt Waren im Wert von 101 Milliarden Euro aus Deutschland ins Ausland, das waren 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Einen deutlichen Rückgang von 6,3 Prozent gab es im Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU). Die Wareneinfuhren stiegen um 5,4 Prozent auf 83 Milliarden Euro.

Gegenüber dem Vormonat legten die Ausfuhren um 0,9 Prozent zu. Volkswirte hatten mit einem schwächeren Plus gerechnet. Die Bilanz der ersten vier Monate des Jahres fiel ebenfalls positiv aus. Die Exporte summierten sich auf 420,4 Milliarden Euro – ein Plus von 5,5 Prozent. Importiert wurden Waren im Wert von 342,3 Milliarden Euro (plus 8,9 Prozent).

Seit Jahren führt Deutschland mehr Waren aus als es importiert.

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