26. Oktober 2017, 22:11 Uhr

Deutsche Bank gibt Sal. Oppenheim auf

26. Oktober 2017, 22:11 Uhr
Avatar_neutral
Von DPA

Frankfurt/Main (dpa). Einer der traditionsreichsten Namen der deutschen Bankenlandschaft verschwindet: Sal. Oppenheim. Der aktuelle Besitzer Deutsche Bank gibt die Marke auf. Dies ist der Schlusspunkt einer fast 230 Jahre alten Geschichte. Die verbliebenen Kunden und Geschäfte werden bis zum kommenden Jahr auf andere Bereiche der Großbank aufgeteilt. »Dieser Schritt ist uns schwergefallen«, erklärte Deutsche-Bank-Chef John Cryan gestern in Frankfurt. »Leider ist es jedoch nie gelungen, die Marke Sal. Oppenheim wieder zu alter Stärke zurückzuführen, nachdem sie noch vor dem Kauf 2009 schweren Schaden erlitten hatte.«

Der erhoffte Aufschwung bei der Deutschen Bank lässt derweil weiter auf sich warten. Im dritten Quartal musste das Geldhaus abermals rückläufiges Geschäft vermelden. Allerdings hat es das Institut durch Einsparungen geschafft, mehr zu verdienen. Unterm Strich stand ein Gewinn von 649 Millionen Euro und damit gut doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Vor Steuern blieben 933 Millionen Euro übrig nach zuvor 619 Millionen.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos