26. Februar 2019, 20:12 Uhr

Betreiber: Netz verträgt mehr Ökostrom

26. Februar 2019, 20:12 Uhr
Obwohl der Anteil an Ökostrom im Stromnetz steigt, ist die Versorgungssicherheit nicht gefährdet. (Foto: dpa)

Berlin (dpa). Auch bei einem steigenden Ökostromanteil im Netz gehen nach Betreiberangeben in Haushalten und Betrieben nicht die Lichter aus. Im Nordosten Deutschlands bezogen die Kunden im vergangenen Jahr schon zu 56,5 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen, wie die Netzgesellschaft 50Hertz am Dienstag mitteilte. Die Störungen hätten aber nicht zugenommen. »Das zeigt, dass die Versorgungssicherheit in keiner Weise gefährdet ist«, sagte Vorstandschef Boris Schucht. 50Hertz betreibt das Übertragungsnetz mit Hochspannungsleitungen in Ostdeutschland und Hamburg.

Nach Expertenberechnungen wurden 2018 bundesweit gut 38 Prozent Ökostrom verbraucht. Er kommt vor allem aus den schwankenden Energiequellen Wind und Sonne. 2030 will die Bundesregierung 65 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren gewinnen.

Obwohl die Wirtschaft gut läuft, ist der Stromverbrauch im Osten mit rund 96,8 Terrawattstunden kaum gewachsen. Zugleich wurden 49 Terrawattstunden mehr in die Nachbarländer exportiert als importiert. Ostdeutschland sei die »Steckdose Europas«, sagte Schucht. Dank neuer Leitungen wie der Thüringer Strombrücke gelinge es besser, Windsstrom aus dem Norden nach Süden zu bringen. Konventionelle Kraftwerke mussten seltener herauf- und heruntergefahren werden, um Schwankungen beim Ökostrom auszugleichen. Die entsprechenden Kosten halbierten sich ein weiteres Mal auf nun 105 Millionen Euro.

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