13. Dezember 2019, 22:26 Uhr

Anstieg ohne Ende?

13. Dezember 2019, 22:26 Uhr

Frankfurt/Main (dpa). Der Deutsche Mieterbund rechnet auch nach Jahren des ImmobilienBooms mit weiter steigenden Mieten. »Ich sehe noch keine Trendwende«, sagte Präsident Lukas Siebenkotten der Deutschen Presse-Agentur. 2020 könnten die ortsüblichen Vergleichsmieten in Deutschland im Schnitt um 2,5 bis 3,5 Prozent zulegen: »Es mag eine Verlangsamung geben in manchen Städten, aber solange es Menschen gibt, die die steigenden Mieten bezahlen, geht es auch weiter nach oben.«

Der Mieterbund-Präsident fordert von der Politik mehr Eingriffe - ähnlich wie in Berlin, wo der Senat einen Mietendeckel beschlossen hat. »Hilfreich wäre es, wenn der Bund gesetzlich den Anstieg der Mieten über fünf Jahre auf die Inflationsrate begrenzen würde.« Begleitend müsse der Neubau angekurbelt werden, etwa bei geförderten Wohnungen.

Tatsächlich hat die große Koalition ihr Ziel von jährlich 375 000 neuen Wohnungen verfehlt: 2018 wurden rund 287 000 Wohnungen gebaut. Zugleich strömen seit Jahren gerade junge Menschen und Zuwanderer in die Städte - allen voran nach Leipzig, Frankfurt und Berlin, erklärte jüngst das Statistische Bundesamt. Das treibt die Mieten hoch, während in abgelegenen Regionen massenhaft Wohnungen leer stehen.

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