24. Juni 2020, 22:19 Uhr

Weniger Papierkram für Eltern?

24. Juni 2020, 22:19 Uhr
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Von DPA

Berlin - Frischgebackene Eltern sollen staatliche Leistungen für ihr Kind ab 2022 deutlich einfacher beantragen können. Das Bundeskabinett hat gestern ein Gesetz auf den Weg gebracht, das es möglich machen soll, die Geburtsurkunde, das Elterngeld, das Kindergeld und später auch den Kinderzuschlag in einem Rutsch online zu beantragen.

Bisher ist es für Eltern schwer, hier den Durchblick zu behalten: Der Antrag auf Kindergeld muss ausgedruckt und schriftlich an die Familienkasse geschickt werden. Anträge auf Kinderzuschlag - eine Leistung für Familien mit wenig Einkommen - können bereits online gestellt werden. Beim Elterngeld gibt es in einigen Bundesländern Online-Anträge, in anderen nicht. Die Geburt des Kindes muss beim Standesamt angezeigt werden, das dann die Geburtsurkunde ausstellt, die wiederum nötig ist, um Elterngeld zu beantragen. »Gerade nach der Geburt gibt es Wichtigeres, als sich mit Behördengängen zu beschäftigen«, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) laut einer Mitteilung seines Ministeriums, das neben dem Familienministerium für das »Digitale-Familienleistungen-Gesetz« zuständig ist. dpa



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