26. März 2020, 23:08 Uhr

Weltweite Videogipfel

26. März 2020, 23:08 Uhr

Riad/Berlin/Brüssel - Die G 20 der führenden Wirtschaftsmächte will bei der Bekämpfung der Corona-Krise an einem Strang ziehen und die Weltwirtschaft zunächst mit insgesamt fünf Billionen US-Dollar stützen. »Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten«, hieß am Donnerstag in der Abschlusserklärung zu einer Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs.

Man werde gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und anderen internationalen Organisationen »alle erforderlichen Schritte unternehmen, um diese Pandemie zu überwinden«. Dabei werde man keine Mühen scheuen, um Leben zu schützen und Arbeitsplätze und Einkünfte zu sichern. Zudem wolle man sich gemeinsam darum bemühen, finanzielle Stabilität zu bewahren, Wachstum neu zu beleben und Störungen im Handel und in globalen Versorgungsketten so gering wie möglich zu halten, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Zu dem Videogipfel hatte der saudische König Salman eingeladen, dessen Land dieses Jahr der G 20 vorsitzt. Für Deutschland nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Videoschalte teil.

Um die Wirtschaftsfolgen der Coronavirus-Krise zu bewältigen, sollen die EU-Staaten innerhalb der nächsten zwei Wochen gemeinsame finanzpolitische Maßnahmen ausarbeiteten. Darauf einigten sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend nach stundenlangem Ringen in ihrer Videoschalte, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr. Italien hatte die zuvor ausgehandelte Gipfelerklärung abgelehnt. Gemeinsam mit Spanien forderte Ministerpräsident Giuseppe Conte »wirklich innovative und angemessene Finanzinstrumente«, und das binnen zehn Tagen.

Italien und Spanien sind in Europa am schlimmsten von der Coronavirus-Krise betroffen. Die Wirtschaft steht praktisch still, vor allem in Italien, das auch vor der Krise kaum noch Wachstum und riesige Schuldenberge hatte.

Zuvor hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen herbe Kritik an einseitigen Exportverboten, Grenzkontrollen und Störungen des Binnenmarkts geübt. »Als Europa wirklich füreinander da sein musste, haben zu viele zunächst nur an sich selbst gedacht«, sagte von der Leyen gestern in einer Sondersitzung des Europaparlaments. dpa/AFP » Mehr im Innenteil

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