17. November 2019, 22:07 Uhr

Gedenken zum Volkstrauertag

Warnung vor Extremismus

17. November 2019, 22:07 Uhr
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Von DPA
Unvergessen: Am Volkstrauertag wird bundesweit mit Kranzniederlegungen und Feierstunden der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. (Foto: dpa)

Berlin (dpa). Vertreter von Staat und Gesellschaft haben zum Volkstrauertag vor Extremismus und politischer Hetze gewarnt. »Wir erleben in unserem Land gerade wieder, dass aus Hasspropaganda Hass und aus Hass Mord wird«, sagte Wolfgang Schneiderhan, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, gestern bei einem Gedenkakt im Bundestag. Deutschland müsse denen entgegentreten, die den ungeheuren Zivilisationsbruch des Zweiten Weltkrieges als »kleinen Betriebsunfall einer tausendjährigen deutschen Heldengeschichte darstellen wollen«, sagte der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, warnte vor Gleichgültigkeit gegenüber rechten Parolen.

Unterdessen fühlt sich die SPD-Ratsfraktion in Mülheim (Nordrhein-Westfalen) durch einen peinlichen Rechtschreibfehler auf einer von ihr in Auftrag gegebenen Trauerschleife brüskiert. Am Samstag war bei einer Kranzniederlegung zum Volkstrauertag aufgefallen, dass die Beschriftung auf der Trauerschleife der Fraktion lautete: »Den Opfern von Krieg und Verschissmuss« anstatt »Den Opfern von Krieg und Faschismus«. Die SPD gehe nun dem Verdacht nach, ob es sich um einen gezielten Sabotageakt handele.



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