24. April 2020, 23:19 Uhr

Viertklässler bleiben daheim

24. April 2020, 23:19 Uhr

Wiesbaden/Berlin - Hessens Viertklässler kehren nicht wie geplant schon am kommenden Montag an ihre Grundschulen zurück. Das teilte das hessische Kultusministerium am Freitag mit. Zuvor hatte der Verwaltungsgerichtshof des Landes in Kassel die Schulpflicht für die 4. Klassen in der Corona-Pandemie vorläufig außer Kraft gesetzt. Die Entscheidung gilt für Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen, der Sprachheilschulen und der Schulen mit Förderschwerpunkten. Es werde aber unverändert eine Notbetreuung für Kinder von Eltern geben, die in systemrelevanten Berufen - etwa in Krankenhäusern - arbeiten, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU).

Derweil wollen Bund und Länder zwar wie geplant am 30. April über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten - mögliche weitere Lockerungen der Beschränkungen sollen jedoch erst eine Woche später Thema sein.

Diese Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stößt auf Kritik. So verlangte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner am Freitag eine engere zeitliche Taktung der Beratungen und mehr Verlässlichkeit beim Umsetzen von Ankündigungen.

Warnung vor Nachlässigkeit

Nach ersten Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie hat das Robert Koch-Institut (RKI) vor Nachlässigkeit gewarnt. Dass Deutschland bisher relativ gut durch die Epidemie gekommen sei, sei den frühzeitig getroffenen Eindämmungsmaßnahmen zu verdanken. »Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden«, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag in Berlin.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) befürwortet in der Corona-Krise eine Maskenpflicht für Schüler. »Aus meiner Sicht spricht viel dafür, dass überall dort, wo Schülerinnen und Schüler den Abstand nicht einhalten können, Masken getragen werden müssen«, sagte Karliczek dem »Spiegel«.

Im Schulbus oder auf den Fluren wäre das ihrer Ansicht nach gegeben. In den Klassenzimmern könnten die Masken vielleicht auch einmal abgelegt werden, wenn die Lehrer ihre Schüler weit genug auseinander setzten.

In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 151 700 Infektionen (Vortag: 149 200) mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 5407 (Vortag: 5179) mit dem Erreger SARS-CoV-2 Infizierte starben bislang bundesweit. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 106 800 Menschen die Infektion überstanden. dpa » Mehr im Innenteil

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