Politik

Vermisster Gießener wieder in Deutschland

Fast einen Monat lang galt ein 18-jährige Schüler aus Gießen in Ägypten als vermisst – nun ist er am Montag wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Das bestätigte dessen Vater gegenüber dieser Zeitung. Ägyptische Behörden hatten den Schüler in Gewahrsam genommen, als er am 17. Dezember über Luxor ins Land einreisen wollte, um seinen Großvater in Kairo zu besuchen.
14. Januar 2019, 23:16 Uhr
DPA

Fast einen Monat lang galt ein 18-jährige Schüler aus Gießen in Ägypten als vermisst – nun ist er am Montag wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Das bestätigte dessen Vater gegenüber dieser Zeitung. Ägyptische Behörden hatten den Schüler in Gewahrsam genommen, als er am 17. Dezember über Luxor ins Land einreisen wollte, um seinen Großvater in Kairo zu besuchen.

Erst am Donnerstag hatte das Auswärtige Amt gegenüber dieser Zeitung bestätigt, dass sich der 18-jährige Gießener in Gewahrsam der örtlichen Behörden befinde. Der Vater sprach davon, dass gegen seinen Sohn ein Terrorverdacht bestehe. Nach Medienberichten, die sich auf ägyptische Sicherheitskreise beziehen, wird der Schüler verdächtigt, er hätte sich IS-Kämpfern in dem Land anschließen wollen. Dies bestreitet der Vater vehement; er vermutet vielmehr, die Festnahme seines Sohnes sei »Rache« des Regimes, weil er – der Vater – sich für die Menschenrechte in seinem Heimatland einsetze und gegen die Regierung vor Ort sei.

Nun ermittelt – wie üblich bei solchen Vorwürfen – die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Mehr zum Thema auf Seite 19.

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