27. März 2020, 23:05 Uhr

USA mit den meisten Infektionen

27. März 2020, 23:05 Uhr

Washington/Rom - Trauriger Rekord für die USA: Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Corona-virus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. Bis Freitagnachmittag (Ortszeit) gab es USA-weit mehr als 94 000 bekannte Infektionen, in Italien mehr als 86 000 und in China rund 82 000, wie aus einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Sowohl die USA als auch Italien haben China damit inzwischen überholt. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als halbe Million gemeldete Coronavirus-Infektionen. In den USA starben laut der US-Universität bislang mehr als 1400 Menschen an dem Virus, in Italien mehr als 9100 und in China rund 3300.

US-Präsident Donald Trump hat unterdessen ein massives Konjunkturpaket unterzeichnet, mit dem rund zwei Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden sollen. Unter Nutzung eines ursprünglich für Kriegszeiten entwickelten Gesetzes hat er zudem dem Autobauer General Motors (GM) die Produktion von Beatmungsgeräten befohlen.

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Zahl stieg um 969 auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag in Rom mitteilte. Die Zahl ist auch deshalb noch höher ausgefallen, weil darin 50 am Vortag nicht berechnete Fälle aus der Region Piemont enthalten sind. Seit dem 19./20. März gebe es jedoch eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen.

In Frankreich sind derweil die strengen Ausgangsbeschränkungen um gut zwei Wochen verlängert worden. Die Französinnen und Franzosen müssten mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben.

Nach dem EU-Videogipfel nimmt der Streit über gemeinsame Schulden in der EU neue Fahrt auf. Die Grünen forderten Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, den Widerstand gegen Corona-Bonds aufzugeben. EU-Parlamentspräsident David Sassoli kritisierte »Kurzsichtigkeit und Egoismus einiger Regierungen« Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich nicht auf finanzpolitische Krisenhilfen einigen können. dpa/AFP

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