18. November 2019, 22:57 Uhr

UNICEF: Stagnation bei Kinderrechten

18. November 2019, 22:57 Uhr
Die Kindersterblichkeit sinkt zwar, meldet das Kinderhilfswerk UNICEF. Dafür nehmen die Masernfälle bedrohlich zu. (Foto: dpa)

Berlin/New York (dpa). Das Kinderhilfswerk UNICEF hat vor Stillstand und sogar Rückschritten beim Ausbau der weltweiten Kinderrechte gewarnt. »Ohne Zweifel wurde in den letzten drei Jahrzehnten viel für Kinder erreicht«, sagte Georg Graf Waldersee, Vorsitzender UNICEF Deutschland, gestern in Berlin. Aber: »Vor allem für die Ärmsten unter ihnen hat sich seit 1989 zu wenig zum Guten gewendet«, sagte er bei Vorstellung eines Berichts der Organisation zu 30 Jahren Kinderrechte. Am 20. November 1989 hatten die UN-Mitgliedstaaten das »Übereinkommen über die Rechte des Kindes« verabschiedet.

Kinder sterben zwar seltener in ganz jungen Jahren und leben auch gesünder als in den vergangenen drei Jahrzehnten, dafür sind sie aber neueren Bedrohungen ausgesetzt, wie aus dem Bericht hervorgeht. UNICEF-Geschäftsführerin Henrietta Fore sagte in den USA, zusätzlich zu den anhaltenden Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung müssten sich Kinder heute mit neuen Bedrohungen wie dem Klimawandel, Online-Missbrauch und Cybermobbing auseinandersetzen. Masernfälle nehmen weiter zu.

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