22. Januar 2020, 22:21 Uhr

Traditionelle Jobs bevorzugt

22. Januar 2020, 22:21 Uhr
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Von DPA
Die meisten 15-jährigen Mädchen in Deutschland sehen sich später als Lehrerin. Traditionelle Berufe sind unter Jugendlichen nach wie vor gefragt. FOTO: DPA

Berlin/Davos - Die Teenager von heute streben nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) immer noch vor allem in Berufe aus dem vergangenen Jahrhundert. Die OECD legte am Mittwoch eine Sonderauswertung der neuesten PISA-Studie vor. Ergebnis: Auch im Zeitalter sozialer Medien und künstlicher Intelligenz strebten Jugendliche in den OECD-Ländern kaum Tätigkeiten an, die mit der Digitalisierung entstanden sind, sondern vor allem etablierte Berufe.

Beim Schulleistungsvergleich PISA wurden neben den obligatorischen Tests in Mathe, Lesen und Naturwissenschaften auch persönliche Daten erhoben. Die 15-jährigen Teilnehmer wurden zum Beispiel gefragt, in welchem Beruf sie glauben, später einmal zu arbeiten. Die Frage war nach OECD-Angaben offen gestellt, es wurde keine Liste bestimmter Berufe zum Auswählen vorgegeben. An der letzten PISA-Studie, deren Ergebnisse im vergangenen Dezember vorgestellt wurden, hatten 2018 weltweit rund 600 000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen, darunter knapp 5500 deutsche. Die meisten 15-jährigen Mädchen in Deutschland (10,4 Prozent) sehen sich im Alter von 30 wieder in der Schule: als Lehrerin. Dahinter folgen Ärztin (10), Erzieherin (6,4), Psychologin (4,5). Auf die Jungen in Deutschland trifft die Aussage der Studie nicht ganz zu: Immerhin erwarten die meisten 15-Jährigen (6,7 Prozent), dass sie mit 30 IT-Spezialist sein werden. Oben im Ranking stehen aber weiterhin auch die Berufe Industrie- und Automechaniker (5,2 und 5,1), Polizist (4,5) oder Lehrer (3,8). dpa



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