31. Juli 2020, 22:36 Uhr

Studenten verschulden sich

31. Juli 2020, 22:36 Uhr

Berlin - Zehntausende Studenten haben in den vergangenen Monaten Schulden aufgenommen oder staatliche Hilfszahlungen beantragt. Wie aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestages hervorgeht, wurden seit Mai bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mehr als 22 000 Anträge auf Studienkredite in Höhe von insgesamt 641,6 Millionen Euro gestellt. Außerdem sei in mehr als 41 000 Fällen staatliche Nothilfe über insgesamt rund 17 Millionen Euro ausgezahlt worden. Das Bundesbildungsministerium hatte zwei Möglichkeiten für Studenten in finanzieller Not geschaffen: 100 Millionen Euro Nothilfe - Geld, das nicht zurückgezahlt werden muss - stehen insgesamt für diejenigen bereit, die mit Kontoauszügen nachweisen können, dass sie in einer Notlage sind, weil regelmäßige Zahlungen beispielsweise aus Jobs zuletzt nicht mehr eingegangen sind.

Die zweite Säule ist der KfW-Studienkredit, den es auch vor der Krise schon gab, der nun aber seit Mai bis März 2021 zinsfrei gestellt ist. Hier habe es im Vergleich zum April eine deutliche Steigerung bei der Beantragung gegeben. dpa

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