26. Januar 2020, 22:04 Uhr

Steinhagel auf Polizisten

26. Januar 2020, 22:04 Uhr
Teilnehmer einer Demonstration in Leipzig zünden Pyrotechnik. FOTO: DPA

Leipzig - Die Androhung von Gewalt war in Leipzigs linksalternativem Stadtteil Connewitz vorab für jedermann zu lesen. »Rache für Linksunten 25.01. Bullen jagen« stand in Versalien zusammen mit einem Antifa-Zeichen an einer Hauswand. Am Samstagabend haben vermummte Randalierer die Drohung wahr gemacht. Aus einer Demonstration gegen das Verbot der Plattform »Linksunten.Indymedia« heraus flogen Steine auf die Polizei. Autoscheiben und das Glas eines Wartehäuschens der Straßenbahn gingen zu Bruch. Journalisten berichteten von Bedrohungen. 13 Polizisten wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt, sechs Verdächtige festgenommen. Nach der Eskalation in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz steht Leipzig zum zweiten Mal innerhalb eines Monats wegen Ausschreitungen im Fokus. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) verurteilte die Gewalt auf das Schärfste. »Wer Journalisten und Polizisten angreift, greift die Meinungsfreiheit und unsere friedliche Gemeinschaft an«, erklärte der Minister. »Dem werden wir mit allen rechtsstaatlichen Mitteln entgegentreten.«

SPD-Chefin Saskia Esken schrieb auf Twitter: »Gewalt gegen Menschen und Sachen ist inakzeptabel und muss ganz klar strafrechtlich verfolgt werden!« dpa

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