15. Juni 2017, 23:07 Uhr

Sinn Fein: Mays Deal bricht Karfreitagsabkommen

15. Juni 2017, 23:07 Uhr

London (dpa). Theresa Mays Pläne für eine konservative Minderheitsregierung mit der Unterstützung der nordirischen DUP gehen möglicherweise nicht auf. Nach Gesprächen mit der britischen Premierministerin sehen drei der großen Parteien in Nordirland die geplante Abmachung mit den rechten Unionisten weiter skeptisch. Er habe May »sehr direkt« erklärt, dass sie »das Karfreitagsabkommen bricht«, sagte der Chef der katholischen Sinn-Fein-Partei, Gerry Adams.

Das Abkommen von 1998 hatte nach Jahrzehnten der Gewalt in Nordirland den Weg für eine Einheitsregierung von proirischen Katholiken und probritischen Protestanten geebnet. Nach dem Verlust ihrer Parlamentsmehrheit bei der Wahl am 8. Juni will May nun mithilfe der zehn Abgeordneten der protestantischen DUP eine Minderheitsregierung führen. Damit wäre die britische Regierung aus der Sicht ihrer Kritiker als Garant des Karfreitagsabkommens nicht mehr neutral. Die Vereinbarung dürfe der DUP keine Macht über die konservativen Tories geben. »Er darf den Friedensprozess in Nordirland nicht infizieren und zerstören«, sagte der Chef der sozialdemokratischen SDLP, Colum Eastwood.

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