24. Juni 2020, 22:19 Uhr

Riesige Waffenschau

24. Juni 2020, 22:19 Uhr
Verspätete Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau zum 75. Jahrestag des russischen Sieges über Nazideutschland. FOTO: AFP

Moskau - Mit der größten Militärparade der russischen Geschichte hat Kremlchef Wladimir Putin an die Befreiung Europas vom Hitler-Faschismus vor 75 Jahren erinnert. »Es ist nicht möglich, sich vorzustellen, was mit der Welt passiert wäre, wenn die Rote Armee sie nicht verteidigt hätte«, sagte der Präsident gestern auf dem Roten Platz in Moskau. Er nahm bei Sonnenschein die Parade mit Panzern, Raketen, einer Flugschau und mehr als 13 000 Soldaten ab - trotz der Corona-Pandemie. Anlass war der 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland. Die Parade war eigentlich am 9. Mai geplant gewesen, wurde wegen Corona aber verlegt.

Putin warnte zugleich vor Versuchen der Geschichtsfälschung. »Das Volk der Sowjetunion hat einen nicht wiedergutzumachenden Preis für die Freiheit Europas gezahlt.« Die Menschen der Sowjetunion hätten die Hauptlast getragen. 27 Millionen Todesopfer zählte das Anfang der 1990er Jahre zerfallene Land im Zweiten Weltkrieg. In Paradeuniform marschierten Soldaten von insgesamt 13 Staaten ohne Schutzmasken dicht an dicht vor internationalem Publikum über den Roten Platz. Angereist waren Vertreter etwa aus China, Indien, der Mongolei und Serbien. Von den einst 15 früheren Sowjetrepubliken waren zehn vertreten, darunter die Staatschefs von Belarus (Weißrussland), Alexander Lukaschenko, von Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, und sein Kollege aus Tadschikistan, Emomali Rachmon. Die Waffenschau war wegen der Corona-Pandemie umstritten. Am Mittwoch überschritt Russland die Marke von landesweit 600 000 Infizierten.

Über 200 Panzer und Fahrzeuge mit Atomwaffen und Interkontinentalraketen rollten über den Platz. Die Parade war zugleich eine Machtdemonstration Russlands. Gezeigt wurden etwa das modernisierte Flugabwehrsystem Panzir-SM. Aber auch historische Panzer fuhren durch Moskau. dpa

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