18. März 2020, 23:23 Uhr

Riesige Staus an Grenzen

18. März 2020, 23:23 Uhr

Brüssel/Berlin - Angesichts von Riesenstaus an den Grenzen haben die EU-Länder gelobt, das Problem anzugehen und den Verkehr innerhalb Europas trotz der Corona-Krise am Laufen zu halten. Man sei sich einig, Störungen so gering wie möglich zu halten, vor allem für wichtige Gütertransporte, erklärte das EU-Vorsitzland Kroatien am Mittwoch in Brüssel. Doch wurden zeitgleich neue Beschränkungen angekündigt: Österreich will nun auch die Grenze zu Deutschland kontrollieren. Demnach dürfen nur noch Personen einreisen, die ein ärztliches Zeugnis vorlegen und so nachweisen können, dass sie nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Die Durchreise durch Österreich bleibt ohne Zwischenstopp erlaubt, auch der Güterverkehr und die Pendler sollen die Grenze weiter passieren können.

Einseitig verhängte Kontrollen und Einreisestopps an den normalerweise offenen Grenzen im SchengenRaum sorgen bereits an etlichen Übergängen für Chaos. An den Übergängen von Deutschland nach Polen sowie von Österreich nach Ungarn staute sich der Verkehr am Mittwoch Dutzende Kilometer. Am deutsch-polnischen Grenzübergang Ludwigsdorf wuchs der Stau auf der Autobahn 4 aufgrund der polnischen Grenzkontrollen auf bis zu 60 Kilometer an. »Es ist aus unserer Sicht eine humanitär bedenkliche Situation«, sagte Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz.

Auch in anderen Teilen der Welt beeinträchtigt der Kampf gegen Corona das öffentliche Leben. So wollen etwa die USA vorübergehend ihre gemeinsame Grenze mit Kanada für »nicht unbedingt notwendigen« Verkehr schlie- ßen.

Die Menschen in Belgien sollen 19 Tage lang zu Hause bleiben, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Am Mittwochmittag begann eine Ausgangssperre in dem Land, das eine Reihe wichtiger Einrichtungen der Europäischen Union und der NATO beherbergt.

Das österreichische Bundesland Tirol wurde ab Mitternacht unter Quarantäne gestellt. »Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen«, teilte Landeschef Günther Platter mit. dpa

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