Politik

Programm für 100 Tage

Berlin (dpa). SPD-Chef Martin Schulz will sich als Kanzler im Falle eines Wahlsiegs bei der Bundestagswahl zuerst für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt einsetzen. »Ich würde zwei Sachen unmittelbar anpacken: Das klare Bekenntnis zur Stärkung der Europäischen Union und die Abschaffung einer der größten Ungerechtigkeiten: dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer«, kündigte der Kanzlerkandidat in einem Gespräch mit der »Bild am Sonntag« an.
26. März 2017, 22:25 Uhr
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Berlin (dpa). SPD-Chef Martin Schulz will sich als Kanzler im Falle eines Wahlsiegs bei der Bundestagswahl zuerst für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt einsetzen. »Ich würde zwei Sachen unmittelbar anpacken: Das klare Bekenntnis zur Stärkung der Europäischen Union und die Abschaffung einer der größten Ungerechtigkeiten: dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer«, kündigte der Kanzlerkandidat in einem Gespräch mit der »Bild am Sonntag« an.

Das Gesetz für Lohntransparenz, das der Bundestag nächste Woche verabschiede, sei ein wichtiger erster Schritt. »Aber das reicht nicht«, sagte Schulz. So könne etwa Teilzeit für Frauen zu einer Falle werden, weil sie ihre Stundenzahl später oft nicht wieder aufstocken könnten. Deshalb müsse in Deutschland endlich das Recht auf Rückkehr in Vollzeit eingeführt werden.

Schulz skizzierte ein 100-Tage-Programm für die Zeit nach der Wahl – wiederholte dabei aber viele bereits bekannte Positionen. Der SPD-Kandidat verspricht zahlreiche Wohltaten für die Wähler. Er kündigte an, die Ausbildung in den Pflegeberufen aufzuwerten und die »absurden Schulgelder« in diesem Bereich abzuschaffen. Steuersenkungen versprach Schulz nicht. Viele Geringverdiener hätten davon nichts, denn die zahlten kaum oder keine Lohnsteuer. »Denen hilft es viel mehr, wenn Kita-Gebühren wegfallen. Deshalb stecken wir das Geld lieber in Bildung und Infrastruktur.« Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) soll auch nach der Bundestagswahl im Kabinett bleiben.

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