07. April 2020, 23:44 Uhr

Premier Johnson in »stabilem Zustand«

07. April 2020, 23:44 Uhr

New York/London - In den USA sterben täglich mehr als tausend Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, aber für den besonders betroffenen Bundesstaat New York gibt es jetzt auch einen Hoffnungsschimmer. Die Zahl der Todesopfer stagniert, und in den Krankenhäusern geht die Neuaufnahme von Corona-Patienten deutlich zurück. Die strengen Ausgangsbeschränkungen werden aber bis mindestens Ende des Monats beibehalten. Auf Grundlage von Berechnungen könnten trotz der Eindämmungsmaßnahmen bis zu 240 000 Menschen sterben. Unterdessen räumt US-Präsident Donald Trumps Sprecherin Stephanie Grisham nach weniger als einem Jahr ihren Posten. Sie werde als Stabschefin für Melania Trump arbeiten, wie US-Medien berichteten. Trotz der Corona-Epidemie haben US-Wähler gestern im Bundesstaat Wisconsin darüber abgestimmt, wer für die Demokraten gegen Präsident Donald Trump antreten soll.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller schlägt im Streit um eine Lieferung von 200 000 Schutzmasken, die statt nach Berlin wohl in die USA ging, nun gemäßigtere Töne an. »Da ist eine Schärfe reingekommen durch die Stellungnahmen von Herrn Geisel und mir, die bedauere ich«, sagte Müller gestern.

Der britische Premierminister Boris Johnson liegt seit vorgestern auf der Intensivstation. Er soll in stabilem Zustand sein und musste bislang nicht an ein Beatmungsgerät. Außenminister Dominic Raab vertritt ihn. In Frankreich sind mittlerweile mehr als 10 000 Menschen infolge der Covid-19-Pandemie gestorben. Gesundheitsdirektor Jerome Salomon sagte, eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ergebe daher keinen Sinn.

Gute Nachrichten in Sachen Corona kommen derzeit aus China. Gestern war zum ersten Mal seit den Anfängen der Krise kein Todesfall mehr zu beklagen. Als symbolischer Akt für die Verbesserung der Lage sollten gestern mehr als zweieinhalb Monate nach der Abriegelung von Wuhan die letzten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit fallen.

Japans Regierungschef Shinzo Abe hat hingegen den Notstand für Tokio und sechs andere Provinzen ausgerufen. dpa

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