11. Oktober 2017, 23:04 Uhr

Potenzielle Partner uneins über Familiennachzug

11. Oktober 2017, 23:04 Uhr

Berlin (dpa). Unbeirrt von Schelte aus der CSU-Spitze machen sich die Grünen weiterhin für den Familiennachzug von Flüchtlingen stark. So sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt gestern: »Der Familiennachzug wird eine der zentralen Fragen sein.« Für eine bestimmte Gruppe mit eingeschränktem Schutzstatus, subsidiär Geschützte, hatte die große Koalition den Familiennachzug bis März 2018 ausgesetzt. Die CDU/CSU will ihnen auch über diesen Termin hinaus den Familiennachzug verbieten. Uneins sind sich die möglichen Koalitionäre auch, wenn es um die Größe ihrer Sondierungsgruppen geht. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Grüne und FDP für Freitag kommender Woche zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen. Am Mittwoch zuvor sind getrennte Treffen mit FDP und Grünen geplant. Außerdem wurde gestern bekannt, dass der bisherige Leiter des Flüchtlingsstabes im Kanzleramt, Jan Hecker, neuer außen- und sicherheitspolitischer Berater von Merkel wird.

Derweil bemühen sich rund 70 000 Syrer und Iraker um einen Familiennachzug in Deutschland, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt erfuhr. Von Anfang 2015 bis Mitte 2017 hatte das Amt bereits rund 102 000 Visa zum Familiennachzug für Syrer und Iraker erteilt.

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