01. Januar 2020, 22:22 Uhr

Papst tritt für Frauenrechte ein

01. Januar 2020, 22:22 Uhr
Die katholische Kirche feiert an Neujahr traditionell das Hochfest der Mutter Gottes. FOTO: DPA

Rom (dpa). Papst Franziskus hat am Neujahrstag mehr Mitspracherecht von Frauen gefordert und Gewalt gegen sie als »Schändung Gottes« bezeichnet. »Wenn wir unser Handeln heute menschlich gestalten wollen, müssen wir wieder auf die Frau schauen«, sagte der Pontifex bei der Neujahrsmesse im Petersdom in Rom. Frauen seien »Quellen des Lebens«. »Und doch werden sie ständig beleidigt, geschlagen, vergewaltigt, dazu gebracht, sich zu prostituieren oder das Leben in ihrem Schoß auszulöschen.« Der Frauenkörper werde auf »profanen Altären der Werbung, des Gewinns und der Pornografie geopfert, ausgebeutet wie ein Nutzobjekt«. Auch heute werde die »Mutterschaft gedemütigt, weil das einzige Wachstum, das interessiert, das Wirtschaftswachstum ist«.

Zudem entschuldigte sich der Papst für sein Verhalten am Silvesterabend. Der 83-Jährige hatte auf dem Petersplatz einer Frau einen Klaps auf ihre Hand gegeben, weil sie seine Hand nicht loslassen wollte.

Seit Langem fordern Laien und auch viele Katholiken mehr Mitsprache von Frauen in der Kirche. Jedoch sind Hoffnungen bisher enttäuscht worden, dass Franziskus die Kirche für Frauen wesentlich öffnet.

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