14. April 2020, 22:51 Uhr

Österreich startet mit Exit

14. April 2020, 22:51 Uhr

Wien/Paris/Washington - Als eines der ersten Länder in Europa fährt Österreich seine Anti-Corona-Maßnahmen zurück. Nach vierwöchiger Schließung haben dort seit gestern wieder viele Geschäfte geöffnet. Von der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen profitierten kleine Läden wie Buchgeschäfte, Parfümerien und Boutiquen. Auch Bau- und Gartenmärkte haben unter strengen Hygiene-Auflagen wieder aufgemacht. Durch die Pflicht, einen Einkaufswagen zu nutzen, wurde die Zahl der Kunden begrenzt. Zu den Vorschriften zählt Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Dies gilt auch fürs Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Ausgangsbeschränkungen bleiben im Prinzip bis Ende April in Kraft. In einer zweiten Stufe sollen vom 2. Mai an alle Geschäfte in Österreich wieder öffnen dürfen. Von Mitte Mai an könnten die Lokale und Restaurants folgen. Österreich steht im internationalen Vergleich in der Corona-Krise aktuell gut da. Die Infektionszahlen sind eher niedrig, die Zahl der Genesenen dafür hoch. Außerdem sind die Kapazitäten der Kliniken zur Behandlung auch schwerer Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 bei Weitem nicht ausgelastet.

In dem weitaus stärker als Österreich von der Corona-Pandemie betroffenen Frankreich gibt es dagegen keine Lockerung. Das Gast- und Hotelgewerbe rechnet deswegen mit fatalen Konsequenzen. Staatschef Emmanuel Macron hatte am Montag eine Verlängerung der geltenden strengen Ausgangsbeschränkungen bis 11. Mai angekündigt.

Auch in Indien gibt es noch keine Entspannung. Die strikte Ausgangssperre für 1,3 Milliarden Einwohner - der größte Lockdown der Welt - wurde bis zum 3. Mai verlängert.

In den Niederlanden zwingt Corona die Blumenzüchter zu bitteren Maßnahmen: Sie mähten die blühenden Tulpenfelder ab. Dadurch hoffen sie, dass der Tulpen-Tourismus gestoppt und das Virus eingedämmt werden kann.

Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat Präsident Donald Trump die Entscheidungshoheit für sich reklamiert. Er habe bei der Frage der Wiederöffnung Amerikas infolge der Coronavirus-Epidemie die »allumfassende Macht«, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo widersprach Trump: »Wir haben keinen König in diesem Land. Wir wollten keinen König, deswegen haben wir eine Verfassung und wählen einen Präsidenten.« Im besonders heftig von der Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York sind inzwischen über 10 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. dpa

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