25. August 2017, 23:16 Uhr

Moschee in Kabul gestürmt

25. August 2017, 23:16 Uhr

Kabul (dpa). Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben bei der Erstürmung einer voll besetzten Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens 20 Menschen getötet. Mindestens 40 Menschen seien verletzt worden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Ismail Kawusi, am Freitagabend. Die Zahlen könnten noch steigen. Ambulanzen brächten weiterhin Menschen in die Krankenhäuser.

Der sunnitische IS reklamierte die Tat über sein Sprachrohr Amak für sich. In seiner Mitteilung war von zwei Angreifern die Rede, während Polizisten sagten, drei Kämpfer hätten die Moschee gestürmt.

Mehr als vier Stunden nach den ersten Schüssen zur Mittagszeit (Ortszeit) dauerte der Polizeieinsatz noch an. Es sei eine »Aufräumoffensive« im Gange, sagte der Kabuler Polizeisprecher Basir Mudschahid. Seinen Informationen nach sind in der Moschee zwei Sprengsätze explodiert.

Unterdessen wurde bekannt, dass nach der Vorlage eines neuen Lageberichts zu Afghanistan das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nun wieder über Asylanträge von Afghanen entscheidet.

Festhalten an Abschiebekurs

Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Behörde hatte Asylanträge afghanischer Antragsteller zuletzt zwar weiterbearbeitet, die Entscheidungen zwischenzeitlich aber zum Großteil ausgesetzt. Maiziére betonte, an ihrem Kurs zu Abschiebungen nach Afghanistan halte die Regierung aber fest.

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