14. Juli 2017, 22:43 Uhr

Merkel auf Sommertour

14. Juli 2017, 22:43 Uhr
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Von DPA

Heiligenhafen (dpa). Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat an die Bürger appelliert, sich technischen Neuerungen nicht zu verschließen. Wenn man den Fortschritt richtig nutze, entstünden neue Berufsfelder mit neuen Arbeitsplätzen, sagte sie gestern auf der zweiten Station ihrer Sommertour im Ostseebad Heiligenhafen. Vor rund 2500 Zuhörern verwies sie auf das Wahlprogramm ihrer Partei zur Bundestagswahl.

Begonnen hatte die CDU-Chefin ihre Sommertour am Vormittag im niedersächsischen Nordseeheilbad Neuharlingersiel. Dort hatte sie mit Blick auf die massiven Ausschreitungen beim G20-Gipfel das alleinige Gewaltmonopol des Staates betont. Es könne keine Erklärung geben für die Gewalt, wie man sie in Hamburg gesehen habe. »Nicht umsonst hat der Staat das Gewaltmonopol, und niemand anders ist berechtigt, Gewalt anzuwenden«, sagte die CDU-Bundesvorsitzende.

Die Kanzlerin, die bereits 2013 im Rahmen ihrer Sommertour in dem Ort war, betonte zugleich mit Blick auf das Steuerkonzept ihrer Partei, die Union werde den Solidaritätszuschlag Schritt für Schritt abschaffen – »und das nicht für manche, sondern Schritt für Schritt für alle«. Es gehe darum, kleinere und mittlere Betriebe steuerlich zu entlasten. Es gelte, die zu entlasten, die Arbeitsplätze schafften. Seit ihrem Amtsantritt 2005 sei es gelungen, die Zahl der Arbeitslosen von fünf Millionen auf heute 2,5 Millionen zu halbieren.

CSU setzt auf Bürgernähe

Die Kanzlerin wird vor der Bundestagswahl zu insgesamt neun Wahlkampfkundgebungen und -terminen in Bayern erwartet, erklärte der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Die Schwesterpartei der CDU setzt massiv auf Haustürwahlkampf. »Viel direkter, viel intensiver« als früher werde der Wahlkampf in diesem Jahr ablaufen, kündigte Scheuer gestern bei einem Rundgang durch die CSU-Wahlkampfzentrale in München an. Es zähle der direkte Kontakt mit den Bürgern, das Ziel sei »mobilisieren, mobilisieren, mobilisieren«. Dafür sollten Zweierteams in den Wahlkreisen versuchen, möglichst viele Haushalte zu erreichen.



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