08. April 2020, 23:15 Uhr

Mehr als 2000 Corona-Tote

08. April 2020, 23:15 Uhr

Berlin - Trotz aller verhängten Kontaktbeschränkungen steigen die Corona-Infektionszahlen und Todeszahlen weiter. In Deutschland sind jetzt mehr als 2000 Menschen gestorben, die sich mit dem Virus infiziert hatten. Innerhalb von 24 Stunden nahm die Zahl der nachgewiesenen Infektionen erneut um 5000 zu. Bundesweit wurden mindestens 107 700 Infektionen mit SARS-CoV-2 registriert.

Die Corona-Krise führt aus Sicht führender Wirtschaftsforscher zu einer schweren Rezession - Deutschland sei aber gut gerüstet, um diese durchzustehen. ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sagte, Deutschland bringe gute Voraussetzungen mit, den wirtschaftlichen Einbruch zu verkraften und mittelfristig wieder das wirtschaftliche Niveau zu erreichen, das sich ohne die Krise ergeben hätte.

Die Bundesregierung erwartet zum Schutz gegen Corona-Infektionen eine schnelle Großlieferung von Schutzausstattung für das medizinische Personal. Diese Woche sollen 40 Millionen Schutzmasken nach Deutschland kommen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte.

Trotz einer Nachtsitzung haben die EU-Staaten kein gemeinsames Corona-Rettungspaket zustande gebracht. Euro-Gruppen-Chef Mario Centeno vertagte die Sitzung der Finanzminister nach 16 Stunden auf den heutigen Donnerstag. Ein Kompromiss »sei noch nicht geschafft«, schrieb er.

Der weitgehende Stopp der Einreisen in die Europäische Union soll nach Ansicht der EU-Kommission bis zum 15. Mai verlängert werden. Dies schlug die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor. Die Entscheidung darüber kann jedoch jedes Land für sich treffen. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken.

Nach Einschätzung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt müssen sich die Menschen in diesem Jahr wahrscheinlich auch ihren Sommerurlaub abschreiben. Ein solches Szenario hätte nach Ansicht des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), massive Folgen für die Branche.

Die in Europa entwickelte Smartphone-Technologie zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie steht voraussichtlich bald nach Ostern als konkrete Corona-Warn-App zur Verfügung. Das kündigte Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes PEPP-PT in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. »Ich gehe davon aus, dass wir zwischen 15. und 19. April die erste App tatsächlich live haben«, sagte der IT-Unternehmer, der im Digitalrat der Bundesregierung sitzt. Das Konzept war in den vergangenen Wochen von 130 Experten aus acht europäischen Ländern entwickelt und von Soldaten der Bundeswehr in Berlin getestet worden. dpa

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