03. August 2020, 23:03 Uhr

Maskenpflicht auch im Klassenzimmer?

03. August 2020, 23:03 Uhr

Düsseldorf/Schwerin - Nordrhein-Westfalen führt eine Maskenpflicht an Schulen ein - an weiterführenden und berufsbildenden Schulen auch im Unterricht. Damit gibt das einwohnerstärkste Bundesland in diesem Bereich nun die strengsten Regeln vor.

Nachdem Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sich am Wochenende für eine Maskenpflicht ausgesprochen hatte, ist die Debatte in mehreren Ländern im vollen Gange. Auch Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg haben - zum Teil bereits zuvor - angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll dort jedoch nicht im Unterricht gelten.

In Mecklenburg-Vorpommern galt am Montag - dem ersten Schultag nach den sechswöchigen Sommerferien - noch keine landesweite Maskenpflicht. Doch nachdem die Debatte ins Rollen gekommen war, schwenkte die Bildungsministerin des Landes, Bettina Martin (SPD), um.

Künftig soll nach ihren Worten die Maskenpflicht in weiterführenden Schulen im Schulgebäude, aber nicht im Klassenraum gelten. An Grundschulen soll es demnach weiterhin keine Maskenpflicht geben. Nach Einschätzung des Landesschülerrates ist der erste Schultag in Mecklenburg-Vorpommern in den meisten Schulen geordnet abgelaufen.

Teilweise chaotisch

Aus etwa 20 bis 30 Prozent der Schulen hätten Schüler aber über etwas chaotische Verhältnisse berichtet. Da hätten Lehrer nicht gewusst, welche Räume benutzt werden dürften und welche nicht, wer wann auf den Pausenhof dürfe und wo die Maske getragen werden solle.

»Überwiegend war das Feedback aber positiv«, sagte Sprecherin Theresia Crone. Um Corona-Infektionen zu vermeiden, sind die Schüler in MV in Gruppen von zwei bis vier Jahrgängen eingeteilt worden. Diese sollen sich nicht begegnen. Auf vielen Schulhöfen teilt nun Flatterband die Areale ein, auf denen sich die einzelnen Gruppen in der Pause aufhalten dürfen.

Der Landeselternrat sieht den Schulbusverkehr als Schwachpunkt bei der Corona-Bekämpfung. Der Vorsitzende Kay Czerwinski forderte, mehr Busse einzusetzen, damit diese nicht überfüllt sind. »Die Definition der festen Schülergruppen ist spätestens dann hinfällig, wenn sich alle im Schulbus treffen, zumal bei Hitze«, sagte er. dpa

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