24. Juli 2020, 23:08 Uhr

Kostenlose Corona-Tests für Urlauber

24. Juli 2020, 23:08 Uhr

Berlin - Alle Auslandsurlauber können sich künftig nach der Rückkehr in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das soll an Flughäfen und Seehäfen geschehen, aber auch in ihren Heimatorten. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern bei einer Schaltkonferenz. An Flug- und Seehäfen werden demnach Teststellen eingerichtet. Menschen, die aus Staaten mit hohem Infektionsrisiko nach Deutschland zurückkommen, sogenannten Risikogebieten, sollen sich dort testen lassen. Wer keinen negativen Test hat, muss wie bisher zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

Mit der Wiederaufnahme des Betriebs beim Fleischverarbeiter Tönnies nach einer Corona-Zwangspause sind bei routinemäßigen Kontrollen rund 30 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Bei mindestens 24 Ergebnissen handele es sich um Altfälle, sagte ein Konzernsprecher. Bei diesen 24 von 30 Personen sei das Virus schon früher festgestellt worden und noch immer nachweisbar, die Beschäftigten seien aber nicht mehr ansteckend.

Der Kreis Gütersloh nannte etwas andere Zahlen: Unter den Abstrichen von 7300 Beschäftigten seien 31 positive Befunde gewesen. Ein separat, also nicht im Tönnies-Werk, Getesteter sei vom Unternehmen wohl nicht mitgezählt worden, sagte ein Kreissprecherin auf Anfrage.

Am Stammsitz des größten deutschen Schlachtkonzerns im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück waren die betreffenden Mitarbeiter wie alle anderen Kollegen bei Arbeits-antritt im Werk getestet worden. So sei es mit den Behörden zuvor abgestimmt worden, sagte Konzernsprecher André Vielstädte.

Niedersachsen nimmt zum 1. August den Regelbetrieb in Kindergärten wieder auf. In den vergangenen vier Wochen mit einem eingeschränkten Regelbetrieb und großen Gruppen habe sich gezeigt, dass die Kitas nicht zu einem Hotspot von Corona-Infektionen geworden sind, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag. »Wir nähern uns damit stark einem Kita-Alltag, wie wir ihn vor Corona kannten.« Auch die Neuaufnahme von Kindern sei wieder möglich.

Nach Bekanntwerden von Problemen im Zusammenhang mit einer Funktion der Corona-Warn-App steht die Kommunikation des Gesundheitsministeriums in der Kritik. »Es ist schon grob fahrlässig, dass das Gesundheitsministerium offenbar verschwiegen hat, dass die Warnung bei verschiedenen Geräten längere Zeit nicht erfolgte.« dpa

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