24. August 2020, 22:52 Uhr

Kontrollmaßnahmen verschärft

24. August 2020, 22:52 Uhr

Berlin - Nach dem Ende der Sommerreisesaison wollen sich Bund und Länder bei den Corona-Tests verstärkt auf Krankenhäuser und Pflegeheime konzentrieren. Kostenlose Tests für Urlauber und Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen dafür nach dem Willen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegfallen. Zudem wird weiter über einheitlichere Corona-Regeln in Deutschland mit Blick auf Familienfeiern, Bußgelder und Masken diskutiert. Parallel dazu werden Kontrollmaßnahmen verschärft.

»Zur verbesserten Kontrolle soll ein digitales Meldeportal durch die Bundesregierung entwickelt und gemeinsam mit den Ländern umgesetzt werden«, hieß es am Montag von den Gesundheitsministern. Bisher müssen Reisende aus Risikogebieten im Flugzeug oder Reisebus Formulare mit Kontaktdaten und Angaben zum Gesundheitszustand ausfüllen. Die gehen an die Gesundheitsämter. »Kisten voller Papiere«, hatte der Deutsche Städtetag kritisiert. Geplant ist nun, dass sich Reisende künftig vorher auf einer speziellen Internet-Seite registrieren und ihre Daten dort eingeben können.

Erwartungsgemäß meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen. Binnen 24 Stunden wurden 711 Fälle an das RKI übermittelt, wie das Institut am Morgen mitteilte. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen erfahrungsgemäß niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen noch weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden.

Diskutiert wurde mit Blick auf die Beratungen Merkels mit den Ministerpräsidenten der Länder weiter über ein einheitliches Vorgehen in der Corona-Pandemie. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte, dass man sich wenigstens auf gemeinsame Mindeststandards einigen sollte. Als Beispiele nannte er die Maskenpflicht, die Höhe von Bußgeldern und Personenzahlen für Veranstaltungen. »Es kann nicht sein, dass es einzelne Bundesländer gibt, die keine Bußgelder haben«, sagte Söder.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sprach sich dafür aus, die erlaubte Personenzahl bei privaten Feiern bundesweit zu vereinheitlichen. dpa » Seiten 2 und 4

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