Politik

Klare Botschaft an Trump

Berlin (dpa). Kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat Kanzlerin Angela Merkel die Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump erneut scharf kritisiert – und die Reihen der Europäer geschlossen. »Die Zeit drängt, wir müssen unsere Weltordnung zukunftsfähig machen«, sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Sie erhoffe sich von dem Gipfel ein »Signal der Entschlossenheit«. Bei einem Vorbereitungstreffen mit den europäischen G20-Teilnehmern bekam Merkel Rückendeckung für ihren Kurs in der Klimapolitik, für mehr Freihandel und den Kampf gegen Terrorismus und Migrationskrise.
29. Juni 2017, 23:17 Uhr
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Berlin (dpa). Kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat Kanzlerin Angela Merkel die Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump erneut scharf kritisiert – und die Reihen der Europäer geschlossen. »Die Zeit drängt, wir müssen unsere Weltordnung zukunftsfähig machen«, sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Sie erhoffe sich von dem Gipfel ein »Signal der Entschlossenheit«. Bei einem Vorbereitungstreffen mit den europäischen G20-Teilnehmern bekam Merkel Rückendeckung für ihren Kurs in der Klimapolitik, für mehr Freihandel und den Kampf gegen Terrorismus und Migrationskrise.

Merkel kritisierte Trump scharf, ohne ihn beim Namen zu nennen. »Wer glaubt, die Probleme dieser Welt mit Isolationismus und Protektionismus lösen zu können, der unterliegt einem gewaltigen Irrtum.« Besonders deutlich griff sie Trump wegen seiner Klimapolitik an. Das Klimaabkommen sei nicht verhandelbar. Der Dissens mit den USA in der Frage sei offenkundig. Vom G20-Gipfel müsse ein klares Signal für freie Märkte und gegen Abschottung sowie ein klares Bekenntnis zu einem multilateralen Handelssystem ausgehen. »Wir brauchen die G20 dringender denn je.«

Zur Einstimmung und Vorbereitung auf den Gipfel traf Merkel nach ihrem Auftritt im Bundestag mit europäischen G20-Partnern zusammen. Auch das Thema Migration wird beim G20-Gipfel eine Rolle spielen.

Nach der Drohung Italiens mit einem Hafenverbot für Flüchtlingsboote hat Merkel der Regierung in Rom weitere Hilfe zugesagt. »Wir werden auf jeden Fall auch von deutscher Seite Italien helfen bei der Bewältigung dieser Probleme«, sagte die Kanzlerin. (Seiten 4 und 5)

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