24. Februar 2020, 23:19 Uhr

Kampfkandidatur um CDU-Vorsitz

24. Februar 2020, 23:19 Uhr

Berlin - Die CDU wird erneut in einer Kampfkandidatur über ihren künftigen Parteivorsitz entscheiden. Nach dem CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen will sich auch der frühere Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz um den Vorsitz bewerben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Parteikreisen erfuhr. Merz will heute vor die Presse gehen.

Damit läuft die CDU Gefahr, die innerparteiliche Spaltung zu vertiefen. Gewählt werden soll auf einem Sonderparteitag am 25. April in Berlin. Mögliche Bewerber würden noch in der laufenden Woche erklären, ob sie kandidieren wollten, kündigte die scheidende Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer an.

Kramp-Karrenbauer geht davon aus, dass es auch bei NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn Interesse an einer Bewerbung gebe. Alle bisher gehandelten Favoriten gehören dem nordrhein-westfälischen CDU-Landesverband an.

Aussprache über Wahl in Thüringen

Die CDU-Chefin sieht in der Entscheidung über den Parteivorsitz auch ein wichtiges Signal und ein ganz klares »Präjudiz« für die Kanzlerkandidatur der CDU. Sie habe in den vergangenen Wochen mit den möglichen Kandidaten und auch mit CSU-Chef Markus Söder dazu Gespräche geführt. Söder hatte wiederholt klar gemacht, dass er bei der Kanzlerkandidatur ein Wörtchen mitzureden gedenke.

Nun zeigte sich die CSU-Spitze verärgert über die Äußerungen Kramp-Karrenbauers. Man sei sehr verwundert über das Vorgehen, das sei so nicht abgesprochen gewesen, hieß es in München. CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte dem »Münchner Merkur«, es sei »gut, dass die CDU einen klaren Fahrplan hat, wie sie zu einem neuen Parteivorsitzenden kommen will. Andere Fragen - gerade nach der Kanzlerkandidatur - verbinden sich damit nicht.«

Die CDU-Spitze bestellte am Montag auch führende CDU-Politiker aus Thüringen zur Aussprache ein. Neben Landeschef Mike Mohring, der dem Parteipräsidium angehört, kamen auch sein Vize Mario Voigt und Generalsekretär Raymond Walk zu den Gremiensitzungen. Walk sagte anschließend, sie hätten in den Gremien die Möglichkeit bekommen, ihre Position darzustellen. Er machte deutlich, dass die Thüringer Abgeordneten in dem Gespräch einige Missverständnisse über angebliche Absprachen mit Rot-Rot-Grün in Thüringen ausräumen konnten. dpa » Seite 4

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