Politik

Johnson kündigt Maßnahmen an

London - Verurteilte Terroristen sollen künftig nicht automatisch vorzeitig aus britischen Gefängnissen entlassen werden. Seine Geduld sei am Ende, sagte Premierminister Boris Johnson am Montag, einen Tag nach der Terrorattacke im Süden Londons. »Es ist an der Zeit, zu handeln.« Die Regierung werde neue Gesetze vorlegen. Es sei Experten zufolge sehr schwierig, Terroristen zu deradikalisieren. Geklärt werden müsse vor allem, wie die neuen Gesetze rückwirkend auf Terroristen angewendet werden könnten, die schon im Gefängnis sitzen.
03. Februar 2020, 22:33 Uhr
DPA

London - Verurteilte Terroristen sollen künftig nicht automatisch vorzeitig aus britischen Gefängnissen entlassen werden. Seine Geduld sei am Ende, sagte Premierminister Boris Johnson am Montag, einen Tag nach der Terrorattacke im Süden Londons. »Es ist an der Zeit, zu handeln.« Die Regierung werde neue Gesetze vorlegen. Es sei Experten zufolge sehr schwierig, Terroristen zu deradikalisieren. Geklärt werden müsse vor allem, wie die neuen Gesetze rückwirkend auf Terroristen angewendet werden könnten, die schon im Gefängnis sitzen.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Stichwaffenattacke für sich. Der Täter sei ein IS-Kämpfer gewesen und Aufrufen zu Angriffen gefolgt, hieß es am Montag in einer über das Internet verbreiteten Nachricht des IS-Sprachrohrs Amak. Die Terrormiliz hatte dazu aufgerufen, Bürger von Ländern anzugreifen, die Teil des internationalen Bündnisses zum Kampf gegen den IS sind.

Die Terrorattacke hatte am Sonntag ein vorzeitig aus der Haft entlassener Brite im Süden Londons verübt. Dabei waren drei Menschen verletzt worden; die Polizei erschoss den Täter.

Sudesh Amman war 2018 zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er Material für einen islamistisch motivierten Terroranschlag gesammelt und Propaganda verbreitet hatte. Er musste nur die Hälfte verbüßen. dpa

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