03. April 2020, 23:13 Uhr

In den USA 1169 Tote an einem Tag

03. April 2020, 23:13 Uhr
AFP

Washington - Noch nie sind in einem Land innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen am Coronavirus gestorben wie in den USA: Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete von Mittwoch- bis Donnerstagabend 1169 neue Todesfälle. Auch die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA steigt immer weiter.

Insgesamt zählte die Johns-Hopkins-Universität in den USA bis Donnerstagabend (Ortszeit) 5926 Todesopfer. Laut den Prognosen der US-Regierung könnten insgesamt zwischen 100 000 und 240 000 Menschen in den Vereinigten Staaten an der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA forderte beim US-Militär bereits 100 000 Leichensäcke an. Am stärksten in den USA von der Pandemie betroffen sind die Stadt und der Bundesstaat New York. Präsident Donald Trump wurde unterdessen ein zweites Mal negativ auf das Coronavirus getestet.

Die weltweit meisten Todesopfer der Pandemie gibt es weiterhin in Italien und Spanien. In Italien zählte die Johns-Hopkins-Universität bis Donnerstag 13 915 Tote. In Spanien wurden nach Regierungsangaben bis Freitag 10 932 Tote erfasst.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die EU-Mitgliedstaaten im Streit um Finanzhilfen in der Corona-Krise zur Einigung aufgerufen. »Die Mitgliedstaaten müssen gemeinsam eine Lösung finden«, sagte sie in der ZDF-Sendung »Was nun, ... ?« am Freitag. »Wir müssen jetzt all die Instrumente auf den Tisch legen, die wirksam sind, die wir schnell einsetzen können und die Europa einen und nicht spalten.«

Erschütternde Lage in Ecuador

Nach Berichten über Leichen in den Straßen der Wirtschaftsmetropole Guayaquil hat sich die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) besorgt über den Umgang Ecuadors mit der Corona-Pandemie gezeigt. Zuletzt waren Tote in Guayaquil tagelang in Wohnungen liegen geblieben, die Leichenhallen der Krankenhäuser waren überfüllt und selbst auf den Straßen der Hafenstadt wurden Leichen abgelegt.

Eine Ausbreitung des Coronavirus in Afrika hätte nach Ansicht des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell verheerende Folgen. »Die Pandemie könnte dort sehr schnell außer Kontrolle geraten«, sagte der Spanier am Freitag nach Beratungen mit den EU-Außenministern. Das Gesundheitssystem in Afrika sei nicht mit dem in Europa vergleichbar. dpa/AFP

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