Politik

»Gut fürs Klima«

Dessau - Neuer Stoff für die Debatte um ein Tempolimit in Deutschland: Nach jüngsten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) könnte eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen die Treibhausgasemissionen deutlich senken. Bei einer Begrenzung auf 120 Kilometer pro Stunde lägen die Einsparungen bei 2,6 Millionen Tonnen CO2, erklärte Behördenchef Dirk Messner am Freitag. Das wären 6,6 Prozent der Emissionen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Autobahnen.
28. Februar 2020, 22:28 Uhr
AFP
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Mit neuen Berechnungen facht das Umweltbundesamt (UBA) den Streit um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen weiter an. FOTO: DPA

Dessau - Neuer Stoff für die Debatte um ein Tempolimit in Deutschland: Nach jüngsten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) könnte eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen die Treibhausgasemissionen deutlich senken. Bei einer Begrenzung auf 120 Kilometer pro Stunde lägen die Einsparungen bei 2,6 Millionen Tonnen CO2, erklärte Behördenchef Dirk Messner am Freitag. Das wären 6,6 Prozent der Emissionen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Autobahnen.

»Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ist ein sinnvoller Klimaschutzbeitrag. Denn gerade der Verkehrssektor hat seit 1990 wenig zum Klimaschutz beigetragen«, erklärte der UBA-Chef. Hier müsse jede Möglichkeit genutzt werden, insbesondere, wenn diese »nahezu kostenlos und sofort umsetzbar« sei.

Eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums in Berlin verwies darauf, dass Bundestag und Bundesrat ein generelles Tempolimit bereits abgelehnt hätten. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lehnt ein generelles Tempolimit sogar vehement ab.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fühlt sich durch die neuen Zahlen in ihrer Forderung nach Einführung von Tempo 130 dagegen bestätigt. AFP

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/ueberregional/mantelredaktion/politikboerse/Politik-Gut-fuers-Klima;art483,670387

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