24. März 2020, 22:45 Uhr

Gelder sollen zügig bereitstehen

24. März 2020, 22:45 Uhr

Berlin/London/Budapest - Nun hat auch die britische Regierung weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Viele Briten reagierten gestern irritiert. Polizeichefs berichteten, dass sie eine Flut von Nachfragen bekämen, die sie nicht beantworten könnten. Trotz der Ausgangsbeschränkungen waren viele Londoner U-Bahnen gestern überfüllt.

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte, sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden.

Angesichts der Pandemie will sich Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban durch ein beispielloses Gesetz umfassende Vollmachten geben lassen.

US-Präsident Donald Trump will die Vereinigten Staaten nicht über lange Zeit stilllegen - aus Angst vor einer Rezession. »Wir müssen dieses Land öffnen«, sagte Trump. »Wir müssen wieder an die Arbeit gehen.« Er hoffe, dass die USA bis Ostern wieder im Normalbetrieb laufen könnten.

Sechs Millionen Masken weg

Deutschland, Italien, Spanien und andere Länder können auf Nachschub an dringend benötigter Schutzkleidung hoffen. Die für 25 EU-Staaten gemeinsam ausgehandelten Verträge zum Kauf etwa von Schutzmasken, Handschuhen, Brillen, Gesichtsschutz und Overalls seien unterschriftsreif, teilte die EU-Kommission gestern mit. Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland hat es indes eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP 2 seien auf einem Flughafen in Kenia »spurlos verschwunden«, berichtete der »Spiegel« gestern. Unterdessen hat Russland seine Hilfe für Italien verstärkt und liefert medizinische Ausrüstung.

Die geplanten Milliardenhilfen für die unter der Corona-Krise leidende Wirtschaft sollen nach Aussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier schnell bei den betroffenen Unternehmen ankommen. Der CDU-Politiker setzt darauf, dass die Gelder nach Beschlussfassungen in Bundestag und Bundesrat schon kommende Woche bereitstehen. Heute soll der Bundestag im Schnellverfahren mehrere Gesetzesvorhaben beschließen und auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse in Kraft setzen, die dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglicht. Am Freitag soll der Bundesrat zustimmen.

Isolation und finanzielle Sorgen durch die Corona-Krise könnten zu mehr häuslicher Gewalt führen. Das sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) gestern. Umso wichtiger sei es für Opfer zu wissen, dass sie das Haus verlassen dürfen, um sich Hilfe zu holen. Auch telefonische Hilfe-Hotlines seien erreichbar. dpa

» Mehr im Innenteil

Schlagworte in diesem Artikel

  • Deutscher Bundesrat
  • Deutscher Bundestag
  • Donald Trump
  • Europäische Kommission
  • Franziska Giffey
  • Medizintechnik
  • Peter Altmaier
  • SPD
  • U-Bahn
  • Viktor Orbán
  • DPA
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 5 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.