09. November 2017, 22:42 Uhr

Deals in Milliardenhöhe

09. November 2017, 22:42 Uhr
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Von DPA

Peking (dpa). Beim ersten Besuch von US-Präsident Donald Trump in China sind Wirtschaftsabkommen im Umfang von mehr als 250 Milliarden US-Dollar geschlossen worden. Mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vereinbarte Trump am Donnerstag in Peking eine enge Abstimmung im Umgang mit der Bedrohung durch Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm. »Wir waren uns einig, nicht das gescheiterte Vorgehen der Vergangenheit zu wiederholen«, sagte Trump.

In Handelsfragen zeigte sich Trump versöhnlich, nachdem zuvor in Anwesenheit beider Präsidenten in der Großen Halle des Volkes 15 Wirtschaftsvereinbarungen unterzeichnet worden waren. Der US-Präsident beklagte »sehr einseitige, unfaire« Handelsbeziehungen. »Aber ich gebe nicht China die Schuld«, sagte Trump. Wer könne einem Land vorwerfen, ein anderes Land auszunutzen, um Vorteile für sein Volk daraus zu ziehen. »Ich gebe früheren US-Regierungen die Schuld, das Handelsdefizit außer Kontrolle geraten lassen zu haben.«

Die Vereinbarungen erstrecken sich auf Bereiche wie Gasförderung, Industrie, Informationstechnologie, Fahrzeugbau oder den Kauf von 300 Boeing-Flugzeugen für allein 37 Milliarden US-Dollar. Zu den Vereinbarungen gehörten feste Verträge, aber auch nur Absichts- oder Rahmenerklärungen. Auch war unklar, was ohnehin lange geplante Geschäftsvorhaben waren, die nur anlässlich des Besuches besiegelt wurden. Experten zeigten sich skeptisch, ob sich alle Vorhaben realisieren ließen, weil vieles noch ungeklärt sei. »Diese Geschäfte geben Trump viel Gesicht«, kommentierte Professor Cheng Xiaohe von der Volksuniversität in Peking. »Es ist ein großer Erfolg für ihn.«

Xi Jinping verwies auf die Gemeinsamkeiten der zwei größten Volkswirtschaften, die wichtige Motoren für das globale Wachstum seien. Im Konflikt über Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm rief Trump seinen Gastgeber Xi Jinping zu verstärkten Anstrengungen auf.

Trump lobte sein gutes persönliches Verhältnis zu Xi Jinping. »Die Chemie stimmt.« Er empfinde »herzliche Gefühle«. »Ich denke, wir werden großartige Dinge für China und die USA leisten.« Am Abend gab Xi Jinping ein Staatsbankett für Trump und seine Frau Melania. Der US-Präsident reist heute weiter nach Vietnam.



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