16. Juli 2020, 22:36 Uhr

Bewegender Abschied

16. Juli 2020, 22:36 Uhr
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Von DPA
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez nimmt im Beisein der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der gesamten Spitze der Europäischen Union Abschied von mehr als 28 400 Corona-Toten seines Landes. FOTO: DPA

Madrid - Mit einer großen Trauerfeier und vielen Tränen hat Spanien Abschied von seinen mehr als 28 400 Opfern der Corona-Pandemie genommen. König Felipe VI. und 400 Gäste, darunter auch EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, gedachten am Donnerstag der Opfer und dankten allen, die das Land während der Pandemie am Laufen hielten - vor allem dem Gesundheitspersonal.

Der König erinnerte an die vielen »älteren Opfer, die den Lauf unserer Geschichte verändert und die Grundlage für unser demokratisches Zusammenleben gelegt haben«. Er spielte damit auf die Rückkehr Spaniens zur Demokratie nach dem Ende der Franco-Diktatur ab 1975 an. »Dieser Akt kann den Schmerz aber nicht lindern«, betonte der Monarch auf dem Armería-Platz vor dem königlichen Palast.

Spanien hätte kaum einen symbolträchtigeren Tag für den zentralen Trauerakt wählen können, zu dem neben von der Leyen unter anderem auch EU-Ratschef Charles Michel, EU-Parlamentspräsident David Sassoli, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus angereist waren. Einen Tag vor dem EU-Gipfel, bei dem es aus Sicht der südlichen EU-Länder nicht nur um 750 Milliarden Euro an Hilfen in der Corona-Krise sondern auch um die Zukunft Europas geht, standen die Spanier und ihre Gäste als Europäer in Trauer vereint zusammen. Von der Leyen schrieb auf Twitter: Der gemeinsam empfundene Schmerz habe eine einigende Wirkung und sie vertraue darauf, dass »wir alle gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden«. dpa



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