11. Juni 2020, 23:14 Uhr

Beim Urlaub 2020 gibt es Grenzen

11. Juni 2020, 23:14 Uhr

Berlin - Ja zum Urlaub im Ausland, aber nur in bestimmten Grenzen und auf eigene Gefahr: Mit dieser Ansage schickt die Bundesregierung die Deutschen in die Sommerferien in Zeiten von Corona. Für 28 europäische Länder wird die weltweite Reisewarnung für Touristen heute zwar aufgehoben und für drei weitere ist das geplant. Für mehr als 160 Staaten soll sie aber zunächst noch bis zum 31. August verlängert werden. Das beschloss das Kabinett am Mittwoch.

Außenminister Maas hatte am 17. März eine Reisewarnung für Touristen für alle fast 200 Länder der Welt ausgesprochen. Zu den Ländern, für die sie nun aufgehoben wird, zählen die 26 Partnerländer Deutschlands in der EU, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Für 28 Länder erfolgt die Aufhebung am 15. Juni, für Spanien und Norwegen erst später, weil dort noch Einreisesperren gelten. Auch für Schweden dürfte es eine Verzögerung geben. Das Auswärtige Amt weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass das EU-Land derzeit die sogenannten Pandemiekriterien für eine Aufhebung der Warnung nicht erfülle.

App kostet 20 Millionen Euro

Die Entwicklung der Corona-Warn-App des Bundes durch den Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom wird rund 20 Millionen Euro kosten. Dazu kommen Betriebskosten in Höhe von 2,5 bis 3,5 Millionen Euro monatlich, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. Der Großteil davon entfällt auf den Betrieb von zwei Hotlines bei der Deutschen Telekom. Die App soll in der kommenden Woche nach etwa sechswöchiger Entwicklungszeit freigeschaltet werden und helfen, Corona-Infektionsketten schneller zu erkennen, nachzuverfolgen und zu durchbrechen.

Hochzeiten und andere Familienfeste dürfen wieder größer gefeiert werden, Theater und Orchester können mehr Publikum zulassen und beim Sport fallen Einschränkungen. Nordrhein-Westfalen lockert ab Montag diese und andere Corona-Schutzmaßnahmen. Die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens mache das möglich, teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei mit. Seit den ersten Lockerungen am 20. April sei die Zahl der Neuinfektionen in NRW um mehr als 75 Prozent zurückgegangen. Das erlaube weitere Schritte »in eine verantwortungsvolle Normalität zu gehen«. Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage mit höchstens 50 Teilnehmern sind unter Auflagen wieder erlaubt.

Von den Schulen bis zum Amateursport: Auch Hessen hat in der Corona-Pandemie neue Regelungen vorgelegt. In vielen Fällen werden die bisher strengen Beschränkungen gelockert. dpa » Seite 7

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