16. Oktober 2017, 22:28 Uhr

Armee rückt gegen Kurden im Irak vor

16. Oktober 2017, 22:28 Uhr

Bagdad (dpa). Nach dem Vormarsch irakischer Truppen auf Gebiete unter Kontrolle der Kurden wächst im Irak die Angst vor einem neuen Bürgerkrieg. Einheiten der Armee rückten gestern in die strategisch wichtige Stadt Kirkuk im Norden des Landes ein, wie es aus lokalen Sicherheitskreisen hieß. Dort brachten sie das Gebäude der Provinzregierung sowie den Militärflughafen unter Kontrolle. Regierungskräfte nahmen auch das nahe gelegene Ölfeld Baba Gurgur ein. Kurdische Einheiten leisteten bei dem Vormarsch kaum Widerstand.

Das Kommando der kurdischen Peschmerga-Kämpfer erklärte, der Angriff komme einer »Kriegserklärung« gleich und stehe unter iranischem Kommando. Die Peschmerga würden Kurdistan verteidigen. Nach Angaben der US-geführten Anti-IS-Koalition kam es zu Schusswechseln. Dabei habe es sich aber wohl um ein Missverständnis gehandelt. Zugleich begann eine Flucht vor allem von Kurden aus Kirkuk.

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